Erstellt am 14. September 2015, 07:53

von Alexander Wastl

Kottingbrunn bleibt vom Pech verfolgt. Der „Verletzungsteufel“ schlägt in Kottingbrunn wieder zu. Knöchelbruch von Slaven Lalic als Negativhöhepunkt.

Dagegengestemmt. Hüseyin Erdogdu (r.) und der ASK Kottingbrunn hatten vergangenes Wochenende viele Ausfälle zu verkraften. Gegen Spratzern setzte sich die Sukalia-Elf in einem kampfbetonten Spiel dennoch mit 2:1 durch. Foto: Wolfgang Wallner  |  NOEN, Wolfgang Wallner
Fortuna meint es mit dem ASK Kottingbrunn momentan wirklich nicht gut. Wie schon im Vorjahr hat Trainer Markus Sukalia mit einigen qualitativ hochwertigen Ausfällen zu kämpfen.

Nach der schweren Verletzung von Slaven Lalic befindet sich ein weiterer wichtiger Akteur im „ASK-Lazarett“.



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Es war beim Donnerstag-Training der Kottingbrunner, als Lalic bei einem Ballhalten-Spiel aufschrie und kurz darauf totenstille am Sportplatz herrschte.

„Der Fuß schaute in die andere Richtung“, beschrieb Sukalia den grausigen Zwischenfall. Ohne Fremdeinwirkung zog sich der Kroate einen Verrenkungsbruch im Knöchel zu.

Nach dem Kreuzbandriss von Ivan Laudanovic und dem Meniskuseinriss von Thomas Panny der nächste schwerwiegende Ausfall. Da erscheint die Leistenentzündung von Matthias Nemetz noch als Lappalie. Vier bis sechs Monate wird Lalic ausfallen.

Dass der Bruch an dieser komplizierten Stelle das Karriereende für den 35-Jährigen bedeutet, glaubt Sukalia nicht.

Sukalia fordert „jetzt erst Recht“ Mentalität

„Dafür ist sein Herz für den Sport zu groß. Er ist ein Vorzeigeathlet und wird sicher wieder zurückkommen“, wünscht der 43-Jährige Lalic eine baldige Genesung. Die Verletzung hinterließ im Kopf der Mannschaft natürlich ihre Spuren, umso beachtlicher der 2:1-Sieg der Kottingbrunner in Spratzern. „So etwas mit anzusehen ist gerade für die jungen Spieler nicht einfach“, weiß Sukalia.

Für den Coach sind Verletzungsmiseren indes leider nichts Neues. Schon in der vergangenen Saison hatte Sukalia mit langfristigen Ausfällen von Miesenböck, Stojancic, Brezinsky oder Kuleski zu kämpfen. „Vielleicht lässt uns die Verletzung von Slaven Lalic noch näher zusammenrücken“, hofft Sukalia.

Die Ambitionen des ASK sind trotz der hochwertigen Vorgaben ungebrochen Hoch. „Kopf in den Sand stecken geht nicht, es ist nach wie vor genug Qualität vorhanden“, nimmt der Coach seine Mannschaft in die Pflicht. Lalic wird sich schon kommende Woche einer Operation unterziehen.

Hintergrund:

  • Slaven Lalic zog sich vergangene Woche während eines Trainings einen Verrenkungsbruch zu. Der Kroate fällt somit die nächsten vier bis sechs Monate aus.

  • Neben Lalic muss Kottingbrunn-Trainer Markus Sukalia auch auf Thomas Panny (Meniskus) und Ivan Laudanovic (Kreuzband) längere Zeit verzichten. Für den ASK nimmt die Verletzungsmisere der Vorsaison somit ihren Fortlauf.

  • Lalic wird sich bereits kommende Woche bei „Fußballdoc“ Christoph Resinger einer Operation unterziehen. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, wird sich erst am OP-Tisch weisen. An ein Karriereende des 35-Jährigen glaubt Sukalia nicht.