Erstellt am 05. Januar 2016, 05:23

Lions biegen Meister. Was für eine Sensation! Die Arkadia Traiskirchen Lions schalten im Cup-Achtelfinale die Güssing Knights aus.

03.01.2016 Basketball CUP 2015/16 1/8 Finale Traiskirchen Lions vs. Güssing Knights Im Bild: Jerrel Wright (13), Donatas Tarolis (15), Thomas Klepeisz (10) Copyright Pictorial / M.Filippovits office@pictorial.at www.basketball.pictorial.at  |  NOEN, Michael Filippovits
Wer hätte das gedacht? Traiskirchens Basketballer meistern das Hammerlos im Achtelfinale des „Flyeralarm Cups“. Mit einem 82:76-Sieg gegen Topfavorit Güssing ziehen die Lions ins Viertelfinale ein. „Ein unglaubliches Spiel. Heute haben die Burschen gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt“, freut sich Vereinsobmann Helmut Niederhofer.

Dabei begann der Tag alles andere als nach Plan. Florian Trmal, der schon am Dienstag im „Alpe Adria Cup“ passen musste, konnte wegen Rückenproblemen nicht dabei sein. „Er ist eine Stütze. Aber es sind eben andere in die Bresche gesprungen“, meint Head Coach Vladimir Lucic. Unter anderem Trmals jüngerer Bruder Martin. Der 18-jährige kam 14 Minuten zum Einsatz und brachte sehr viel Energie von der Bank. Lucic: „Er ist ein Versprechen für die Zukunft, hat aber noch viel Arbeit vor sich.“

Start-Ziel-Sieg für Traiskirchen

Viel Arbeit hatten am Sonntag auch die Lions, die zwar von der ersten Minute an führten, sich gegen den amtierenden Meister aber nie sicher sein konnten. Das zeigte sich zu Beginn des Schlussviertels, als Güssing den Rückstand binnen kürzester Zeit von elf auf drei Punkte verringern konnte. Nach einem Time-Out von Vladimir Lucic kamen die jungen Traiskirchner aber hellwach zurück aufs Feld und setzten zum entscheidenden 7:0-Run an.

„Wie abgebrüht wir in dieser heiklen Phase agiert haben, war wirklich sensationell“, ist Niederhofer voll des Lobes. In diesen Minuten überragend: Donatas Tarolis. Das litauische Toptalent setzte sich ein ums andere Mal unter dem Korb durch, sorgte für die wichtigen Punkte. Insgesamt erzielte er 24, holte außerdem neun Rebounds. Zweitbester Scorer war Kapitän Benedikt Güttl (20). Beide sind erst 21 Jahre alt. Niederhofer ist stolz. „Die zwei haben gegen das beste Team des Landes heute zeitweise dominiert.“

Schon am Dreikönigstag geht es für die Lions dann um alles, wenn um 17 Uhr Wels in Traiskirchen zu Gast ist. Der Sieger der Partie zieht ins Cup-Final-Four ein, das am 23. und 24. Jänner in Oberwart stattfindet.