Erstellt am 24. Februar 2016, 05:19

von Raimund Novak

Auf große Hitze folgte nasse Wäsche. Starker Regenfall und ein undichtes Auto waren keine gute Kombination.

Braungebrannt. Die Äquator-Überquerung in Kenia war für Michael Strasser und Ärztin Ingrid Kiselka ein besonderes Highlight. Amüsant war seine Videobotschaft einen Tag später in Tansania: »Heute ist ein recht kalter Tag, wir haben nur 39 Grad.« Ein Europäer gerät schon beim Gedanken an diese Temperatur ins Schwitzen...  |  NOEN, Foto: cairo2cape

„Die Schmerzen halten sich in Grenzen. Ich werde durchbeißen“, meldet sich Michael Strasser aus Zambia, dem sechsten afrikanischen Land, das er derzeit durchquert.

Eine lange Suche nach dem Aufenthaltsort des Begleitautos, schwierige Straßenverhältnisse oder diverse Zwangspausen – Michael Strasser hat sich an die beinahe täglich eintreffenden unvorhersehbaren Ereignisse bereits gewöhnt und liegt weiterhin auf Weltrekordkurs. Über 6000km hat der 32-Jährige Radprofi bereits absolviert. Die letzten Tage in Tansania waren geprägt von starken Regenfällen. „19 Tage totale Trockenheit und jetzt das“, berichtete der Trautmannsdorfer von einem undichten Begleitfahrzeug. „Wenn nach einer Regennacht alles feucht ist, trübt das die Stimmung“, haderte das dreiköpfige Team mit nasser Wäsche.

Zuvor genoss Strasser die atemberaubenden Landschaften Kenias, die jenen im Wald- und Mühlviertel ähneln. Mit zweieinhalb Tagen Vorsprung auf den bisherigen Weltrekord liegt der Extremsportler gut in der Zeit, aber: „Es wird nicht leichter, denn die Vorgänger hielten das Tempo im Süden Afrikas sehr hoch.“