Erstellt am 13. Januar 2016, 05:13

von Raimund Novak

Haudegen Kasper hält sich weiter fit. Seit 20 Jahren reist der 70-jährige Hainburger Herbert Kasper durch das Land, um Sportevents zu bestreiten.

Beeindruckende Liste. Herbert Kasper notiert sich nach jedem Bewerb die Zeit und aufregende Wettkampfdetails.  |  NOEN, Foto: Raimund Novak

„Mit 50 habe ich mich in den Spiegel geschaut und gesagt: ich muss was tun, sonst gehe ich auseinander“, lacht Kasper und erinnert sich an jene Zeit zurück, wo er sich entschied, intensiv Sport zu betreiben. Seitdem reist er durch Österreich, um an zahlreichen Events, wie Triathlon, Duathlon oder Laufbewerben teilzunehmen.

Bis zu 30 Veranstaltungen können es jährlich werden, im Jahr 2015 waren es „nur“ 25, da er seit Oktober mit einer Schulverletzung zu kämpfen hat. „Ich hoffe, das bedeutet nicht das Karriereende“, versucht sich der 70-jährige Hainburger, der seit vielen Jahren für den HSV Laufsport Kaisersteinbruch im Einsatz ist, vorerst zu schonen. Die Bedingungen bei den Wettkämpfen sind eine zusätzliche Herausforderung. „Einmal hat es nur zehn Grad und es ist extrem windig, dann wiederum muss man 1800 Höhenmeter bei 39 Grad meistern“, erinnert sich Kasper.

Für ihn ist dennoch jeder Start ein besonderes Erlebnis, da er stets zu den ältesten Teilnehmern zählt. In manchen Fällen wurde er beim Zieleinlauf vom Moderator angekündigt und vom Publikum mit tobenden Applaus empfangen. „Da fühlst du dich natürlich wie im Himmel“, so Kasper.

In den Anfangszeiten war er mit einer größeren Gruppe von Bekannten aus Hainburg unterwegs – heute kommt er nicht mehr an die Zeiten seiner jüngeren Mitstreiter heran, aber: „Ich möchte ein Vorbild für alle jungen Athleten sein und andere zum Sport bewegen.“ Daher freut ihn auch der zweite Platz bei der österreichischen Meisterschaft 2015 im Sprinttriathlon in Neufeld, auch wenn er sich nur mit einem Konkurrenten in seiner Altersklasse messen konnte.