Erstellt am 10. Februar 2016, 05:28

von Raimund Novak

Hitzschlag erlitten. Täglich sitzt Michael Strasser bis zu 18 Stunden auf dem Rad – jetzt musste er erstmals Tribut zollen.

»Boxenstop«.Bis zu 15.000 Kalorien muss Radprofi Michael Strasser täglich zu sich nehmen, um die Strapazen durchstehen zu können. Viel Kraft gibt ihm Reis mit Ketchup und Salz. Ärztin Ingrid Kiselka steht ihm dabei stets mit Rat und Tat zur Seite.  |  NOEN, cairo2cape

„Hunderte Bodenwellen und Straßen, die in Österreich keine wären“, beschreibt Michael Strasser die beschwerlichen Wege auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei steht er erst am Anfang seiner Reise: Mittlerweile hat er die Grenze nach Äthiopien passiert. Auf dem letzten Streckenabschnitt im Sudan musste er auch seinen ersten Rückschlag wegstecken. Denn nicht nur die Straßenbeschaffenheit macht dem Trautmannsdorfer zu schaffen, auch die extreme Hitze.

Der 32-Jährige erlitt einen Hitzschlag, befand sich aber zum Glück in der Nähe von Wad Madani, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates al-Dschazira, wo er sich in einem Hotel, bestens betreut von seiner Ärztin, einige Stunden erholen konnte.

Die Überquerung des Assuan-Stausees Tage zuvor, konnte er nicht aus eigener Kraft durchführen. „Das Militär erlaubte mir keine Experimente, weil die Krokodile und Hippos keine Scheu vor Menschen haben“, überquerte Strasser das militärische Speergebiet schließlich mit der Fähre.