Erstellt am 09. März 2016, 05:24

von Martin Ivansich

Neuer Weltrekord für Michael Strasser. Der Trautmannsdorfer Michael Strasser schaffte die Strecke von Kairo nach Kapstadt mit dem Rad in 35 Tagen – Weltrekord!

Glücklich. Michael Strasser erreichte Kapstadt auf dem Fahrrad nach 35 Tagen und hat somit den Weltrekord geknackt.  |  NOEN, Cairo2Cape/Wisser
„Den Weltrekord nach Österreich holen und von Küste zu Küste (Anm.: Alexandria — Kap der Guten Hoffnung, 10.940 Kilometer) so schnell sein wie der aktuelle Weltrekord von Kairo nach Kapstadt (10.665 Kilometer)“: So lautete die Kampfansage von Michael Strasser im Vorfeld seines Weltrekord-Versuchs. Dabei galt es den afrikanischen Kontinent von Norden Richtung Süden zu durchqueren.

Nach 35 Tagen, bei denen der 32-Jährige nicht nur einmal ans Aufgeben dachte, jubelte er schließlich über den neuen Weltrekord. „In der einjährigen Planungsphase habe ich zwar immer an mein Ziel geglaubt, jedoch war es für meine Wegbegleiter und mich nicht greifbar. Erst beim Fahren in Ägypten merkten wir, wie schwer es ist, diese Distanz alleine zu bewältigen. Es verging fast kein Tag, an dem an ein Aufgeben des Projekts nicht gedacht wurde“, fand Strasser klare Worte.

Zweiter Streich von Küste zu Küste

Mit der Kontinental-Durchquerung „Coast2Coast“ von Alexandria bis zum Kap der Guten Hoffnung gelang dem Extrem-Sportler, der für den „NÖN-Sportler des Jahres“ nominiert ist, ein zweiter Streich. Zwar gab es bislang keine vergleichbaren Versuche, dennoch ist Strasser stolz „eine extrem schnelle Zeit“ (36 Tage benötigte er für diese Distanz) gefahren zu sein – also noch gleich ein zweiter Rekord.

Obwohl die Ankunft mit Samstag oder Sonntag geplant wurde, war der Weltrekord bis zum Schluss nicht in ruhigen Gewässern. Die anstrengenden Strapazen in der letzten Woche von Botswana bis nach Südafrika, die andauernden Schmerzen am Gesäß und am gesamten Körper bewiesen das Durchhaltevermögen von Michael Strasser. „Ich habe meinen Körper richtig kennengelernt und habe Unmenschliches geleistet“, ging der Extremsportler über die Grenzen seiner Belastbarkeit.

Mehr als 66.000 Höhenmeter und mehr als ein Dutzend Berge wurden bei Strassers Projekt überwunden. „Dabei mussten wir auch viel Armut live mitansehen“, so Strasser abschließend.