Erstellt am 30. März 2016, 05:04

von Christian Eplinger

„Alles hat perfekt gepasst“. Der Göstlinger Rainer Herb holte sich in Spindlermühle seine WM-Titel Nummer 28 bis 30. Am Samstag Saisonabschluss mit den Vereinsmeisterschaften am Hochkar.

Rainer Herb jubelt über seine drei Goldmedaillen bei der Masters WM in Spindlermühle. Damit hat der 49-jährige Göstlinger seine WM-Goldmedaillensammlung auf 30 Stück erweitert.  |  NOEN, Georg Perschl

Drei Goldmedaillen bei der Masters WM in Spindlermühle waren für Rainer Herb das große Ziel für die Karwoche.

Und tatsächlich kam er mit drei Goldenen aus Tschechien nach Hause. Damit ist seine WM-Goldmedaillensammlung auf 30 Stück angewachsen. „Es hat alles perfekt gepasst“, freute sich ein überglücklicher Rainer Herb, der heuer im Sommer seinen 50er feiert und da auf 30 Goldmedaillen in seinem Medaillenschrank blicken kann.

2,57 Sekunden Vorsprung im Slalom

Seine große Klasse spielte Herb gleich im ersten Rennen, dem Slalom am Montag aus. Obwohl er mit zwei „Sicherheitsläufen“ rein auf den Klassensieg fuhr, hatte er am Ende 2,57 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzieren Jürgen Guggenbichler (Klasse 45 bis 49-Jährige). „Die Piste war nach 20 Startern gebrochen. Ich wollte mit Nummer 70 nicht zu viel riskieren und bin nur auf den Klassensieg und nicht auf die Tagesbestzeit gefahren“, schildert Herb, der dennoch die fünftbeste Gesamtzeit fuhr.

Am Tag darauf holte sich Herb die Super-G-Goldene mit der viertbesten Zeit und 1,22 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Paolo Lorati. Hauchdünn wurde es im Riesentorlauf am Donnerstag. Herb erwischte einen perfekten oberen Teil, kam aber zwei Tore vor dem Ziel ins Straucheln. „Ich war schon neben der Piste Richtung Fangnetz unterwegs, konnte meine Ski aber noch herumreißen. Dass es trotzdem zum Sieg reichte, war etwas Glück“, erzählt Herb. Elf Hundertstel betrug schließlich sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Tiroler Wolfgang Westreicher.

Super-G-Silber für Reinhard Gnadenberger

Zum Drüberstreuen gewann Herb am Freitag auch noch den Weltcup-Riesentorlauf der Masters-Series. Am kommenden Samstag steht für Herb und seine Göstlinger Skiclubkollegen der krönende Abschlussbewerb am Programm: Die Vereinsmeisterschaften am Hochkar. „Der Vereinsmeistertitel ist der schwierigste Titel, den es für uns zu gewinnen gibt“, lächelt Herb der weiß, dass er dabei auf starke Konkurrenz aus dem eigenen Verein treffen wird. Denn auch Christoph Krenn, Matthias Tippelreither und Johannes Aujesky haben ihren Start zugesagt.

Zurück zu den Masters-Weltmeisterschaften. Dort gab es auch noch für einen weiteren Starter aus dem Scheibbser Bezirk eine Medaille. Der für den SK Lackenhof fahrende Reinhard Gnadenberger holte im Super G die Silbermedaille in der Klasse 35 bis 39 Jahre. Im Slalom musste sich Gnadenberger mit Rang sechs begnügen. Im Riesentorlauf ging er nicht an den Start.