Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:03

von Armin Grasberger

Das ging schnell. Die Mostviertel Bastards stellen erstmals einen Spieler zu einem Junioren-Nationalteamcamp ab. Seit „einem Jahr und ein paar Wochen“, ist Hannes Aigner Teil der Mostviertel Bastards.

 |  NOEN, Daniel Schalhas

Sein Cousin hatte den heute 16-Jährigen im Herbst vergangenen Jahres zu einem Tryout mitgenommen. Aigner war sofort Feuer und Flamme. Und scheinbar brachte der Wanger auch ein gewisses Maß an Talent mit. Denn vor wenigen Tagen erhielt er die Nominierung für das nächste Camp des Junioren-Nationalteams.

Von 5. bis 8. Dezember arbeitet Österreichs U19 in Schielleiten an ihren Fähigkeiten. Mittendrin: Hannes Aigner. Der Nominierung vorausgegangen war ein „Guard the Yard“-Camp in Steinakirchen. Im Rahmen dieser, österreichweit abgehaltenen, Camps trainieren ambitionierte Cracks unter der Aufsicht von erfahrenen Betreuern.

Beim jüngsten Termin im Kleinen Erlauftal war Aigner dem Defensive-Line-Coach aufgefallen. „Er hat nach meinen Kontaktdaten gefragt und gemeint, dass er versuchen wird, mich ins nächste Nationalteam-Camp zu bringen“, schildert der Youngster. Und das hat offensichtlich geklappt.

77 Mann umfasst der Kader vorerst. Nach dem Trainingslager in Schielleiten werden 20 Spieler gecuttet. Nach einem weiteren Ausleseverfahren bleiben schlussendlich jene 45 übrig, die Österreich im nächsten Jahr bei der Weltmeisterschaft in China vertreten werden. Wie schätzt der D-Liner seine Chancen ein? „Schlecht“, gibt er offen und ehrlich zu, hat aber eine einleuchtende Erklärung für diese Einschätzung:

„Das Junioren-Nationalteam ist eine U19-Mannschaft. Ich bin 16 Jahre alt. Alleine die körperlichen Unterschiede sind schon enorm.“ Die Freude über die Nominierung und die Vorfreude aufs Camp vermag dieser Umstand aber in keinster Weise zu trüben. „Ich werde natürlich mein Bestes geben“, versichert Aigner. „Die vier Tage möchte ich in vollen Zügen genießen, so viele Eindrücke wie möglich aufsaugen und hart an mir arbeiten. Die gewonnenen Erfahrungen kann ich dann ins Training mit den Bastards einfließen lassen.“