Erstellt am 21. Juni 2016, 05:00

von Armin Grasberger

Die Chance lebt für Christian Steinhammer. Ob Christian Steinhammer bei der EM in Amsterdam an den Start gehen kann, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Der Sport ist oftmals ein Festival der Konjunktive.

 |  NOEN, GEPA pictures/ Mario Kneisl

Was wäre wenn? Und wie ginge es im Falle von was auch immer weiter? An den Nerven zehrend, negativ gesehen. Positiv: spannend.

Christian Steinhammer hätte vermutlich schon gerne Sicherheit darüber, ob er Anfang Juli bei der Europameisterschaft in Amsterdam über die 3.000-Meter-Hindernis antreten darf. Vor zwei Jahren durfte er, erfuhr davon aber erst eine Woche vor den Wettkämpfen. „Heuer ist er für diesen Fall allzeit bereit“, verrät Herbert Temper von der USKO Melk, Steinhammers Heimatverein.

Ob der St. Georgener Österreich in den Niederlanden vertreten darf, hängt von mehreren Faktoren ab. Primär natürlich von sportlichen. Mit seiner im Vorjahr errungenen Bestzeit von 8:43,68 liegt er noch knapp über dem geforderten Limit (8:37,5).

Starterfeld von 26 auf 32 aufgestockt

„Allerdings“, schildert Temper, „hat die European Athletic Association das Starterfeld im Hindernislauf von 26 auf 32 aufgestockt. Ende Juni wird die europäische Bestenliste dahingehend bereinigt werden und in der Folge werden auch Sportler, die das Limit nicht geschafft haben, eine Einladung erhalten.“

Dann gibt es da noch die Sache mit den angeblichen Dopingvergehen russischer Sportler. Wie am vergangenen Freitag bei der Sitzung der International Association of Athletics Association (IAAF) in Wien bekanntlich beschlossen wurde, bleiben die Russen ja von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Das schafft weitere freie Startplätze.

Die letzte sportliche Quali-Chance bietet sich für den St. Georgener übrigens am 25. Juni in Bilbao (Spanien). Eine gute Leistung würde das Festival der Konjunktive definitiv ausfallen lassen.