Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:03

von Armin Grasberger

Dominik Distelberger: „Habe abgeschlossen“. Dominik Distelberger will das Seuchenjahr 2015 hinter sich lassen. Mit einem dreiwöchigen Trainingslager in Südafrika startete der Hochrießer nun in die Olympia-Saison.

Blick nach vorn. Dominik Distelberger hat mit dem Seuchenjahr 2015 abgeschlossen.  |  NOEN, privat

NÖN: Das Jahr 2015 aus ihrer Sicht als durchwachsen zu bezeichnen, wäre vermutlich eine dezente Untertreibung.

Dominik Distelberger: Das kann man so sagen, ja. 2015 war ein für mich ein richtiges Seuchenjahr. Ich war von Verletzungen geplagt, wurde von hartnäckigen Achillessehnenentzündungen immer wieder zurückgeworfen. Dann kam auch noch meine schwere Schulterverletzung dazu.

Dabei begann das Jahr gut. Sie wurden als Österreichs Leichtathlet 2014 ausgezeichnet.

Distelberger: Die Saison verlief deshalb so gut, weil ich durchtrainieren und mich immer weiter steigern konnte. Im abgelaufenen Jahr war das eben leider nicht möglich. Aber damit habe ich abgeschlossen. Ich blicke nach vorne.

Und die Aussichten sind bekanntlich verlockend. Mit den Olympischen Spielen in Rio wartet 2016 ein absolutes Highlight.

Distelberger: Die Qualifikation ist mein großes Ziel. Um das zu schaffen, muss ich aber einen immensen Trainingsrückstand aufholen. Ende November bin ich deshalb nach Südafrika aufgebrochen. Dort habe ich in einem dreiwöchigen Trainingslager hart an mir gearbeitet. Natürlich bin ich noch nicht da, wo ich schlussendlich hin will. Aber es geht jetzt definitiv alles in die richtige Richtung. Ich fühle mich gut.

Wann soll die Quali für Olympia gelingen?

Distelberger: Beim traditionsreichen Meeting in Götzis am 28. und 29. Mai.

Was hält ihr Trainingsprogramm bis dahin noch für Sie bereit?

Distelberger: Am 4. Jänner geht es für zehn Tage nach Teneriffa für ein weiteres Trainingslager. Abhängig von den Leistungen dort und meiner Verfassung, werde ich in der Hallensaison Siebenkämpfe absolvieren. Mir ist aber durchaus bewusst, dass dabei noch nicht die großen Ergebnisse rausschauen werden. Es geht einfach darum, wieder in den Wettkampfrhythmus zu kommen.

Vor Kurzem haben Sie ein Crowdfundingprojekt ins Leben gerufen, in dessen Rahmen man Sie mit einer Spende auf Ihrem Weg nach Rio unterstützen kann. Wie läuft es damit?

Distelberger: Ich bin absolut zufrieden. Momentan haben wir etwas mehr als die Hälfte der ausgegebenen Zielsumme aufgetrieben. Leider hatte ich in den letzten Wochen sehr wenig Zeit, meine Unterstützer und Unterstützerinnen auf dem Laufenden zu halten. Das werde ich in nächster Zeit definitiv nachholen. Das muss man aber alles mit dem richtigen Augenmaß machen und darf nicht übertreiben. Ich will den Leuten damit nicht auf die Nerven gehen.

Anm. d. Red.: Unter www.ibelieveinyou.at finden Sie zahlreiche Projekte österreichischer Sportlerinnen und Sportler, die sie mit einer Spende unterstützen können. Darunter auch jenes von Dominik Distelberger.