Erstellt am 14. September 2015, 11:40

von Elisabeth Schuster

Einmaliges Rennen am Ötscher. 114 Fahrer gingen beim ersten Ötscher-Enduro-Race an den Start. Am Ende stand der Lunzer Lars Enöckl auf dem Podest.

Durch den Gatsch. Zum ersten Mal veranstaltete Karl Teufel gemeinsam mit dem Offroadclub Gaming am vergangenen Wochenende das Ötscher-Enduro-Race. Am Schluss stand der 27-jährige Lars Enöckl auf dem Podest. Foto: Michael Schagerl, Irina Gorodniakova  |  NOEN, Michael Schagerl

„Im Vorfeld ist alles schief gegangen, was schief gehen kann“, sagt Karl Teufel. Zum ersten Mal veranstaltete Teufel gemeinsam mit dem Offroadclub Gaming das erste Ötscher-Enduro-Race.

Schuld an der Misere war zum einen die kurze Vorbereitungszeit. Denn das „Okay“ von der Behörde ließ lange auf sich warten. Das schlechte Wetter und die deshalb abgesprungenen Fahrer trugen ihren Teil dazu bei.

Deshalb war die Freude über das positive Feedback der Fahrer beim Veranstalter umso größer: „Den Startern hat das Rennen sehr gefallen. Es ist einzigartig, weil es 13 Kilometer zu absolvieren galt“, erklärt Teufel.

Dieser Meinung ist auch Enduro-Fahrer Lars Enöckl aus Lunz: „Das Rennen war extrem schön und das Gelände ist einmalig in ganz Österreich. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder stattfindet. Nur dann bei schönem Wetter“, so der 27-Jährige.

Siegreich beim ersten Ötscher-Enduro-Race

Die Siegesserie von Enöckl riss auch beim Ötscher-Enduro-Race nicht ab: Er sicherte sich einen Platz ganz oben am Stockerl. Wegen des Regens hielt das Rennen am Sonntag einige rutschige und schwierige Passagen für die 114 Fahrer bereit. Die wetterfesten Starter wurden aber am Nachmittag mit Sonnenschein belohnt. Schnellster im Ziel war schlussendlich wieder einmal Enöckl.

Auf die Frage ob es im Nächsten Jahr wieder ein Rennen gibt, sagt Teufl: „Ich würde es mir wünschen, aber es liegt nicht nur in meiner Hand.“

Für Enöckl hingegen geht es Schlag auf Schlag weiter. Anfang Oktober findet das „Red Bull Sea to Sky“ in Kemer (Türkei) statt. Bereits vor drei Jahren nahm der 27-Jährige bei diesem Rennen teil. Damals erreichte er als Siebenter das Ziel. In diesem Jahr will er sich verbessern: „Ich habe mich gut vorbereitet. Eine Platzierung unter den Top Fünf wäre ein Hit.“

Doch Enöckl muss auf alles gefasst sein: Denn der Enduro-Pilot legt mehrere Höhenmeter zurück: Der Start ist am Strand und führt hinauf bis zum 2.365 Meter hohen Olympos-Berg. „Das Wetter ist ein Überraschungspaket.“


Hintergrund:

x  |  NOEN, Irina Gorodniakova

Lars Enöckl, Endurofahrer aus Lunz am See.
Geburtsdatum: 5. Oktober 1988
Wohnort: Lunz am See

Ötscher-Enduro-Race:
Insgesamt waren 114 Fahrer bei der ersten Auflage des Ötscher-Enduro-Race am Start. Jeder Teilnehmer hatte fünf Stunden Zeit, um eine bestimmte Anzahl an Endurorunden und Sonderprüfungen zu absolvieren.

Zeitlich gewertet wurde nur die Summe der Sonderprüfungsrunden. Es gibt keinen Streicher bei den Sonderprüfungen, aber es durfte die Sonderprüfung am Renntag einmal befahren werden (Einführungsrunde). Für die Zeitnehmung war ein Transponder am Handgelenk der Endurofahrer befestigt.