Erstellt am 17. August 2016, 05:00

von NÖN Redaktion

Scheibbserin holte Premierensieg. Ein Einstand wie aus dem Bilderbuch. Irene Zerkhold triumphiert gleich bei ihrem allerersten Bergmarathon.

Siegerlächeln. Irene Zerkhold (Mitte) stand gleich bei ihrem ersten Bergmarathon ganz oben.  |  privat/Zerkhold

Knappe viereinhalb Stunden war Irene Zerkhold unterwegs. 44 Kilometer, garniert mit 1.800 Höhenmetern, hatte die Scheibbserin hintersichgebracht. Schlussendlich zeigte die Uhr im Zielgeländer 4:23:44 Stunden an, als Zerkhold ihren ersten Bergmarathonsieg gleich beim ersten Antreten fixierte.

Bühne für diesen unerwarteten Triumph war der 27. Internationale Kainacher Bergmarathon. Zerkhold lag von Beginn weg an der Spitze und wechselte sich dort mit der ungarischen Vorjahressiegerin Reka Kovacs ab. „Auf den ersten 14 Kilometern wechselte die Führung mehrmals“, schilderte sie. „Mal war sie vorne, dann wieder ich, dann liefen wir zeitweise wieder direkt nebeneinander.“

Als routinierte Sportlerin war sich Zerkhold bewusst, dass trotz des guten Starts Vorsicht geboten war. „Ich durfte mich auf keinen Fall auspowern. Da Reka eine erfahrene Bergmarathonläuferin ist, wusste ich, dass sie sich den Wettkampf sicher gut einteilen kann. Für mich war eine derart lange Strecke ja Neuland“, erklärte die Scheibbserin.

Nach 14 Kilometern lag sie 30 Sekunden vor Kovacs. Diesen Vorsprung baute sie in weiterer Folge kontinuierlich aus. Zerkhold: „Im Nachhinein betrachtet waren es die technischen Abschnitte, in denen ich die meiste Zeit gutmachte.“ Über Almen, Wanderwege und Forststraßen, die viele giftige Gegenanstiege für die Sportler bereithielten, kämpfte sich die Scheibbserin in der Folge dem Triumph entgegen. Von den über 100 Startern lagen am Ende lediglich sechs Herren vor Zerkhold.