Erstellt am 21. Juni 2016, 05:00

von Armin Grasberger

Licht und Schatten beim Eisenstraßen-Marathon. Die top-organisierte Premiere des Eisentraßen- Marathons kämpfte mit Sabotage und wenig Zuschauerzuspruch.

Gelungene Premiere. Die Erstauflage des Eisentraßen-Marathons in Scheibbs darf getrost als voller Erfolg bezeichnet werden.  |  NOEN, Raimund Bauer

"Das war ein absolutes Top-Event. Die Fahrer und die Zeitnehmer waren sich einig, dass sie selten ein derart perfekt organisiertes Rennen gesehen haben.“ Am Tag nach der Premiere des Eisenstraßen-Marathons war Franz Brunner mit sich und seinen Kollegen vom Organisationsteam zurecht zufrieden.

"Keine zehn Scheibbser am Rathausplatz"

Allerdings trübten zwei Dinge die Laune des Funktionärs vom MIC Scheibbs doch gründlich. Erstens war das Interesse an der Veranstaltung seitens der Scheibbser Bevölkerung enden wollend. Brunner: „Da stellt man eine richtig gute Veranstaltung auf die Beine, informiert die Bevölkerung, und dann kommen keine zehn Scheibbser auf den Rathausplatz.“

Und zweitens gab es zwei Sabotageakte gegen den Mountainbike-Marathon. Sowohl im Gebiet des Senders am Lampelsberg als auch hinter dem Lehenhof wurden Kartonstreifen mit Nägeln ausgelegt. Zum Glück wurden diese bei einer Begehung der Strecke vor dem Start noch entdeckt. Brunner versteht die Welt nicht mehr:

„Wir haben im Vorfeld mit sämtlichen Anrainern und Grundbesitzern gesprochen und uns ihre schriftliche Einverständniserklärung geholt.“ Verfolgen wollen er und sein Team die Vorfälle allerdings nicht. „Das bringt nichts“, gesteht er resigniert ein. „Wir wollen außerdem kein Öl ins Feuer gießen.“

Zurück zum Sportlichen: Das Rennen endete mit einem überlegenen Sieg von Lokalmatador Martin Feichtegger. Der Scheibbser setzte sich über die Medium-Distanz (41 Kilometer, 1.430 Höhenmeter) mit einer Zeit von 1:52:25 durch und wies am Ende 7:37 Minuten Vorsprung auf Rang zwei auf. Über die Light-Distanz (22 Kilometer, 740 Höhenmeter) siegte der Ybbsitzer Julian Pöchacker.