Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:02

von Armin Grasberger

"Glänzt wie Gold". Nach anfänglichen Problemen fand sich Peter Peckary im Formel-3-Histo-Cup immer besser zurecht und wurde Vize-Champion. Aller Umstieg ist schwer. Die Richtigkeit dieser, leicht abgewandelten, Weisheit erfuhr Peter Peckary in der abgelaufenen Formel-3-Saison am eigenen Leib.

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„Wäre ein Formel-3-Auto ein Pferd, wäre ich am Anfang der Saison mehrmals in hohem Bogen abgeflogen und am Allerwertesten gelandet“, schmunzelte der Göstlinger. Technische Probleme mit seinem Boliden brachten ihn mehrmals denkbar knapp an den Rand der Verzweiflung.

Kämpfernaturen lassen sich von derartigen Stolpersteinen aber nicht aus der Ruhe bringen, sondern laufen dann erst recht zu Höchstform auf. Der erfolgsverwöhnte Formel-Ford-Champion zweifelte zwar kurz an der Sinnhaftigkeit seines Umstieges in die Top-Klasse des Histo-Cups, aufgeben kam aber nie in Frage.

Und ab Mitte der Saison, Peckary fand sich zu diesem Zeitpunkt lediglich auf Rang sechs der Gesamtwertung wieder, lief das Auto. Dank einer beherzten Aufholjagd führte der Göstlinger vor den letzten beiden Rennstarts des Jahres das Feld sogar an. Mit einem Sieg im ersten Lauf baute er den Vorsprung von einem auf drei Punkte aus. Im letzten, äußerst hart geführten, Rennen kam er aber über Rang vier nicht hinaus und rutschte in der Gesamtwertung schlussendlich noch hinter den Wiener Routinier Roland Wildscheck auf Rang zwei zurück.

Enttäuschung? „Nein“, stellte Peckary klar. „Nach einer derart durchwachsenen Rennsaison glänzt für mich Silber am Ende wie Gold.“