Lunz am See

Erstellt am 28. Juni 2016, 04:17

von Armin Grasberger

„Hat alles übertrumpft“. Ein Wochenende der Superlative verlebten sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer und Hard-Endurist Lars Enöckl beim 5/18 JuniorEnduroCup in Lunz am See.

Talentprobe. Jonas Ederer hat in Lunz einen Klassensieg gefeiert.  |  NOEN

„Wir hatten ja schon viele große Fahrer hier“, sinnierte Hausherr Karl Pechhacker nach dem letzten Rennen. „Aber dieses Wochenende hat nochmals alles übertrumpft.“ Sein Enduro-Gelände in Pramlehen war kürzlich Schauplatz der zweiten Runde des diesjährigen 5/18 JuniorEnduroCups. Der Andrang war enorm.

Und trotz eher mäßiger Witterungsbedingungen schüttelten OC-Ernsthofen-Obfrau und Lokalmatadorin Veronika Dallhammer und ihr Team eine nahezu perfekte Veranstaltung aus dem Ärmel. Dallhammer: „Das Wochenende war nicht einfach, aber wir haben alle zusammengeholfen und ich möchte mich nochmals bei allen Helfern bedanken.“

Der Samstag stand dabei ganz im Zeichen des Papa-Races. Da meinte es das Wetter noch nicht sonderlich gut mit den Veranstaltern. Am Sonntag blieb es dann aber trocken. Die zahlreich nach Lunz gepilgerten Talente konnten somit voll auf Angriff fahren. In der Klasse JE1 (50ccm) setzte sich mit dem achtjährigen Jonas Ederer von der Offroadgang Steinakirchen ein Bezirksfahrer durch. David Weninger (MAC-Mattersburg) und Jan Proll (EC Granitbeisser) komplettierten das Podium.

Selesi vor Hochpöchler

Luca Selesi vom Enduro-Team-Bayer entschied die JE2-Klasse (65ccm) vor Robert Hochpöchler (Team Peistenauer) und Fabian Kaltenbrunner (Enduro-Austria-Racing-Team) für sich.

Tagesschnellster war Maurice Egger (KTM Walzer). Der 14-jährige Steirer stürzte zwar in der ersten Kurve des JE3-Rennens (85ccm), drehte danach aber erst so richtig auf und verwies Kilian Zierer (Zweirad Reitbauer) und Localhero Daniel Leichtfried (OC Gamin) auf die Plätze zwei und drei.

Bezirksfahrer am Stockerl

In der Klasse JE4 schaffte es ebenfalls ein Bezirksfahrer aufs Stockerl. Hinter Patrick Riegler (Ramseis Racing) eroberte Matthias Buchinger von der Offroadgang den starken zweiten Platz. Buchinger: „Die Strecke war wie für mich geschaffen: schwer, schnell und schlammig. Hier wurde klar, wer kein Schönwetterfahrer ist.“ Mit diesem zweiten Rang übernahm er, nach zwei von vier Rennen, außerdem die Führung in der Meisterschaft. Dritter wurde Marco Fahrnberger.

Beeindruckt zeigte sich Lars Enöckl. Das Aushängeschild der österreichischen Hard-Enduro-Szene, das an diesem Wochenende in seinem Heimatort bereits zum zweiten Mal als Trainer fungierte, zog ein durchwegs positives Resümee: „Es sind zahlreiche Talente im 5/18 JuniorEnduroCup dabei. Viele haben eine echte Chance auf eine große Karriere.“