Erstellt am 19. April 2017, 04:00

von Christian Eplinger

„Ötscher-Ultra-Marathon hing an seidenem Faden“. Im 21. Bestandsjahr musste Organisator Herbert Egger lange um sein Event zittern. Mit dem neuen Hauptsponsor, der Firma Josef Steiner, ist Neuauflage gesichert.

Organisator Herbert Egger (links) freut sich, mit der Firma Josef Steiner aus Purgstall einen neuen Hauptsponsor für seinen 21. Ötscher-Ultra-Marathon gefunden zu haben – im Bild mit Thomas Steiner.  |  Christian Eplinger

Seit 20 Jahren rennt sich der heute 55-jährige Herbert Egger für sein Laufsport-Event am Ötscher im wahrsten Sinne des Wortes die Beine aus dem Leib.

„Es war schon immer schwierig, für ein Einzelsportereignis, das etwas abseits des Mainstreams ist, Sponsoren zu lukrieren. In den letzten 15 Jahren hatten wir mit der Erste Bank einen Hauptsponsor, der uns entsprechend getragen hat. Leider ist dieser heuer ausgestiegen. Jetzt war ich auf der Suche nach einem neuen Namensgeber, der das nötige Grundbudget absichert“, schildert Herbert Egger im Gespräch mit der NÖN.

Schlussendlich wurde er im Freundeskreis fündig. Die Firma Josef Steiner aus Purgstall – seit vielen Jahren treuer Partner des Ötscher-Ultramarathons – greift heuer ein wenig tiefer als normal in die Tasche.

„Das ist zum einen, weil uns mit Herbert Egger wirklich ein freundschaftliches Verhältnis über viele Jahre hinweg verbindet und zum anderen, weil mich die Leistungen, die diese Athleten erbringen, faszinieren. Sie gehen über ihre Grenzen hinaus. Das hat sich nicht nur Applaus verdient, sondern auch die nötige Unterstützung“, sagt Junior-Chef Thomas Steiner.

Somit gibt es grünes Licht für die 21. Auflage des Ötscher-Ultra-Marathons, der heuer am 3. und 4. Juni über die Bühne gehen wird. Am Samstag ist um 9 Uhr Start zum 50 Kilometer langen Mountain Marathon, bei dem insgesamt 1.850 Höhenmeter zurückzulegen sind. Dieser Lauf kann auch als Zweier-Staffel absolviert werden.

Am Sonntag heißt es dann: „Auffi muass i“

Beim Mammut Mountain Run über 20 Kilometer und 1.150 Höhenmeter geht es von Lackenhof über die Bärenlacke und den Rauen Kamm hinauf über den Geländerücken des Großen Ötschers Richtung Gipfel und danach wieder zurück über den Rauen Kamm und Riffelsattel ins Ziel nach Lackenhof.

Dieser Lauf zählt auch zum österreichischen Berglaufcup und ist nach dem Glockner-Lauf jener Cuplauf mit den meisten Startern. „Wir haben bereits wieder über 200 Nennungen für unsere beiden Läufe. Ich bin überzeugt, dass auch heuer wieder an beiden Tagen in Summe um die 500 Läufer unterwegs sein werden – und dabei sind auch wieder mehrere mehrfache Berglaufweltmeister am Start. Das ist schon eine Auszeichnung für unsere Veranstaltung“, weiß Herbert Egger, selbst in jüngeren Jahren einer der erfolgreichsten österreichischen Ultra-Marathonläufer.

Rund um den Event und an den beiden Tagen sind wieder um die 60 freiwilligen Helfer im Einsatz – inklusive Bergretter, die im Falle des Falles vor Ort sind. „Manchmal denke ich mir schon, warum tue ich mir und meiner Familie, die natürlich im Vorfeld und bei der Veranstaltung ebenfalls rund um die Uhr im Einsatz ist, das an. Aber solange die Veranstaltung auf so gutes Echo stößt, will ich nicht aufhören. Daher freue ich mich umso mehr, dass wir die Durchführung für heuer dank der Firma Steiner sichern konnten“, betont Egger.