Erstellt am 31. Mai 2016, 09:15

von Sebastian Ressl

Olympia-Ticket gelöst. Sensationell - Dominik Distelberger erfüllt sich seinen großen Traum von den Olympischen Spielen in Rio. Mit 8.175 Punkten im Zehnkampf schaffte er den ganz großen Coup.

 |  NOEN, APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Das Realisieren momentan ist wirklich noch sehr schwer. Es wird mit Sicherheit noch ein paar Tage dauern, bevor es so richtig ausbricht.

Ich muss das Ganze jetzt einmal verarbeiten“, so lauten die ersten Worte des Purgstaller Zehnkämpfers Dominik Distelberger nach seinem grandiosen Erfolg in Götzis.

Der Purgstaller beendete das 42. Hypomeeting von Götzis am Sonntagabend mit einer persönlichen Bestleistung von 8.175 Punkten und übertraf somit die geforderte Qualifikationsmarke von 8.100 Punkten für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

„Ich freue mich einfach total und bin am Ziel meiner Träume“, sagt der überglückliche Distelberger. Als Draufgabe auf den sensationellen Erfolg erreichte der Topleichtathlet sogar noch den fünften Gesamtrang in einem Weltklasse-Starterfeld. Der Sieg ging an den Kanadier Damian Warner mit 8.523 Punkten.

Dabei lief es am ersten Wettkampftag für Distelberger nicht wirklich nach Wunsch, wie er auch selbst bestätigt. „Ich fühle mich noch nicht wirklich in Topform. In manchen Disziplinen bin ich zum ersten Mal auf Wettkampfniveau angetreten“, sagt der Purgstaller, der nach Achillessehnenproblemen seinen ersten vollen Zehnkampf seit der EM 2014 in Zürich bestritt.

Nichtsdestotrotz zeigte Distelberger bereits an Wettkampftag eins durchwegs solide Leistungen. Vor allem im Kugelstoßen konnte er mit der persönlichen Bestleistung von 12,25 Metern groß aufzeigen.

An Tag eins hat Distelberger insgesamt 4.149 Zähler gesammelt und legte damit den Grundstein für den grandiosen Sonntag.

„Am Sonntag hat wirklich alles zusammengespielt und mir ist alles perfekt aufgegangen“, sagt Distelberger. Nach guten Leistungen über 110 Meter Hürden (14,45 Sekunden) und im Diskuswurf (43,93 Meter) folgte der ganz große Auftritt im Stabhochsprung.

Im dritten Versuch schaffte Distelberger die Hürde von 4,90 Metern, ehe er gleich darauf die 5 Meter knackte und somit seine persönliche Bestleistung überbot.

Damit war der Zehnkämpfer schon fast am Ziel und ließ sich auch vor den letzten beiden Bewerben nicht mehr stoppen. Mit einer ebenfalls neuen persönlichen Bestleistung im Speerwurf (59,97 Meter) und 4:34,21 Minuten über 1.500 Meter machte er die Qualifikation für die Olympischen Spiele perfekt.