Erstellt am 10. Oktober 2016, 15:07

von Armin Grasberger

Als erster Österreicher Hard-Enduro-Rennen gewonnen. Lars Enöckl ist der erste Österreicher, der ein Hard-Enduro-Rennen für sich entscheiden konnte. Der Lunzer hat das „RedBull Sea to Sky“ in der Türkei gewonnen.

Es ist vollbracht. Nach 3:48:22 Stunden Rennzeit jubelte Lars Enöckl erstmals über den Sieg bei einem Hard-Enduro-Rennen. Der Lunzer siegte beim „RedBull Sea to Sky“.  |  Nuri Yilmazer/RedBullContent Pool

„All die Jahre arbeitet und trainiert man hart für den Traum, so ein Rennen mal zu gewinnen. Jetzt ist es endlich passiert!“ Im Ranking der glücklichsten Menschen der Welt nahm Lars Enöckl am vergangenen Wochenende wohl einen der absoluten Spitzenplätze ein. Der Lunzer hat es nämlich endlich geschafft. Er hat das erste Hard-Enduro-Rennen seiner Karriere gewonnen. Das „RedBull Sea to Sky“ in der Türkei.

Wie der Name schon sagt kämpfen sich die Enduristen bei diesem Event vom Meer (also dem Strand) hinauf in den Himmel (den Mount Olympos).

„Im Ziel war es dann einfach großartig! Ich will allen danken, die mich unterstützt und immer an mich geglaubt haben.“

Lars Enöckl

65 Kilometer lang war die Strecke. 219 Piloten aus 24 Ländern nahmen sie in Angriff. Enöckl bewältigte die Herausforderung am schnellsten. Nach 3:48:22 Stunden überquerte er die Ziellinie. Der Lunzer verwies mit dem ehemaligen Erzberg-Sieger Andreas Lettenbichler und dem Südafrikaner Scott Bouveri zwei Markenkollegen auf die weiteren Stockerlplätze und führte somit einen KTM-Dreifacherfolg an.

Der 28-Jährige ist der erste Österreicher, der eines der Top-Extreme-Enduro-Events für sich entscheiden konnte. „Mein erster Hard-Enduro-Sieg“, jubelte er. „Ein unbeschreibliches Gefühl.“

"Woche ist perfekt gelaufen"

Enöckl bewies zuletzt immer wieder ansteigende Form. Im Februar holte er beim „Hell‘s Gate“ in Italien Platz fünf. Dieselbe Platzierung gab‘s dann im April beim „Minas Riders“ in Brasilien. Beim „Battle of Vikings“ in Schweden im Juli holte er mit Rang drei den ersten Stockerlplatz. Und jetzt als absolutes Karrierehighlight der Sieg in der Türkei.

„Die ganze Woche ist eigentlich perfekt gelaufen“, zog Enöckl zufrieden Bilanz. Beim „Forrest Race“ wurde er Dritter und sicherte sich einen Platz in der ersten Startreihe für Samstag. „Da hatte ich dann zwar einen schlechten Start, konnte mich aber recht rasch nach vorne arbeiten.“ Kurz nach der Halbzeit übernahm der Lunzer dann die Führung und gab sie nicht mehr aus der Hand. Enöckl: „Im Ziel war es dann einfach großartig! Ich will allen danken, die mich unterstützt und immer an mich geglaubt haben.“