Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:03

von Armin Grasberger

Silber für Karner. Gregor Karner erobert bei den österreichischen Meisterschaften in seiner Paradedisziplin den Vizemeistertitel.

Bitter. Gregor Karner musste nach einer merkwürdigen Schiedsrichterentscheidung seinen Traum von der Titelverteidigung bei den österreichischen Meisterschaften begraben.  |  NOEN, privat/ Karner

„Schiedsrichterentscheidungen sind Tatsachenentscheidungen. Das muss ich akzeptieren.“ Etwas geknickt war Gregor Karner nach den österreichischen Meisterschaften im Kleinbillard in Wien. Eigentlich war der Wieselburger auf dem direkten Weg in Richtung Titelverteidigung. Eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung bremste Karner allerdings aus.

Bis zu besagter Situation lief es für Karner allerdings wie am Schnürchen. Er startete gut ins Turnier und bezwang am ersten Tag Martin Mader mit 500:310 in acht Aufnahmen. Gleich in der zweiten Partie traf er mit Erich Polaczek auf seinen vermeintlich stärksten Konkurrenten. Karner spazierte quasi durch die Begegnung und siegte mit 500:80 in sieben Aufnahmen. Nach einem weiteren Sieg gegen Tom Wacha hatte der Wieselburger die perfekte Ausgangslage für die erhoffte Titelverteidigung geschaffen.

Gegen Manfred Schrafl hatte Karner dann zu kämpfen. Er benötigte im Nachstoß noch 250 Punkte, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Und diese Aufgabe meisterte er zunächst perfekt. Doch dann herrschte plötzlich Verwirrung. Der Schiedsrichter zählte Karner bei einem sehr dünn zu spielenden Ball ab. „Ich war mir sicher, dass dieser Ball korrekt war“, so der Braustädter. „Aber der Schiedsrichter hat das leider anders gesehen. Obwohl er einen guten Blick auf die Bälle hatte.“

So blieb Gregor Karner am Ende eben die, trotz allem natürlich bemerkenswerte, Silbermedaille.