Erstellt am 18. Mai 2016, 04:24

von Sebastian Ressl

TC Scheibbs steht im „Final-Four“. Der TC Sparkasse Scheibbs steht nach zwei klaren Siegen im „Final-Four“. Nun geht es gegen Gratkorn um Platz eins.

In bestechender Form. Der ungarische Legionär Attila Balazs zeigte sich in den ersten beiden Bundesligarunden von seiner besten Seite und gewann gleich zwei Mal ohne einen einzigen Satzverlust.  |  NOEN, Sebastian Ressl

Noch vor Beginn der Meisterschaft ist die Mannschaft aus Gleisdorf als großer Favorit genannt worden, doch damit ist spätestens nach dem Spiel in und gegen Scheibbs nicht mehr die Rede. Die Bezirkshauptstädter machten bereits nach den Einzelspielen alles klar und führten schnell mit 5:1. Aldin Setkic, Patrick Ofner, Attila Balazs, Matthias Haim und György Balazs feierten gegen starke Gegner Siege.

Vor allem die Erfolge von Setkic über die ehemalige Nummer 57 der Welt – Björn Phau – oder der Sieg von A. Balazs gegen den amtierenden Staatsmeister Nicolas Reissig zeigen, wie hoch der Erfolg einzuschätzen ist. Auch im Doppel ließen die Heimischen nicht locker und sicherten sich mit zwei Siegen den historischen 7:2-Erfolg.

Der sportliche Leiter Theo Weinbrenner jun. war nach dem Sensationserfolg überglücklich: „Gegen den großen Meisterschaftsfavoriten mit 7:2 gewinnen und gleich drei Punkte für die Tabelle mitnehmen, damit hat wohl keiner gerechnet und das hat auch noch kein Team vor uns geschafft.“

KLOSTERNEUBURG - SCHEIBBS 3:6.

Mit viel Selbstvertrauen gingen die Scheibbser in die Auswärtspartie gegen Klosterneuburg und zeigten dies auch gleich wieder in den Einzelspielen. Allen voran überraschte der Sieg des brasilianischen Neuzugangs Leite Wilson über die aufstrebende Nachwuchshoffnung Lucas Miedler.

„Damit war nicht zu rechnen“, gesteht Weinbrenner. Abermals eine makellose Leistung zeigten Attila und György Balazs sowie der U18-Staatsmeister Matthias Heim. Alle drei Spieler waren in in zwei Sätzen erfolgreich und brachten die Scheibbser auf die Siegerstraße. Weinbrenner dazu: „Vor allem Matthias Heim ist eine Bereicherung schlechthin. Er zerlegte förmlich seinen Kontrahenten Mario Tupy.“

Mit der goldrichtigen Doppelaufstellung und den Siegen von Michnev/Balazs G. bzw. Balazs A./Haim machte die Scheibbser Truppe den 6:3-Erfolg perfekt und steht damit bereits vorzeitig im „Final-Four“. „Es ist fix, wir sind im ‚Final-Four‘ und gehen sogar zu 90 Prozent als Gruppenerster in die Finalspiele“, sagt Weinbrenner.

Dafür müssen die Scheibbser das letzte Heimspiel gegen Gratkorn (28. 5.) für sich entscheiden, was aber laut Weinbrenner kein Stolperstein sein sollte: „Wir gehen gegen den vermeintlich Gruppenschwächsten als Favorit in das Spiel und die Marschroute ist klar, dass wir als Erster der Gruppe in das ‚Final-Four‘ einziehen möchten.“ Somit scheint für Scheibbs der Weg frei zu sein, Geschichte zu schreiben.