Erstellt am 16. Mai 2017, 01:25

von NÖN Redaktion

Daviscupspieler zu Gast. Gerald Melzer spielte gegen Purgstall in der Tennishalle in Gaming. Scheibbs II bleibt trotz Niederlage in der Tabelle in Front.

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Die Überraschung war groß, als Daviscupspieler Gerlad Melzer plötzlich in der Tennishalle Gaming – aufgrund des Wetters musste das Spiel in der Halle ausgetragen werden – auftauchte. „Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, wie auch unser Gegner. Erst am Freitag dürfte er Bescheid gegeben haben, dass er spielen könnte. Aber unter Strich war das eine tolle Sache für uns. Dass Melzer spielt, hat sich schließlich schnell herumgesprochen und jede Menge Zuschauer waren vor Ort“, sagt Mannschaftsführer Peter Brandhofer, der dieses Mal nur im Doppel zum Einsatz kam.

Melzer selbst ließ dem Purgstaller Jan Hebelka nur wenig Chance. Nach klarem ersten Satz konnte Hebelka in der Folge das Spiel zwar offener gestalten, blieb aber letztlich unterlegen. Brandhofer dazu: „Die Rückhand und der Aufschlag waren schon extrem gut. Vor allem das Kick-Service bereitete ihm große Probleme. Die weiteren Einzelspiele von Johannes Auer, Michael Kirner, Werner Scharner und Werner Tiefenbacher gingen ebenso auf das Konto der Gäste.

Einzig Andreas Scharner konnte über sich hinausswachsen und mit einer starken Leistung aufzeigen. Nach verlorenem ersten Satz drehte er richtig auf und konnte die Partie zu seinen Gunsten entscheiden. „Das war eine sehr gute und starke Leistung. Vor allem das sichere Spiel von der Grundlinie hat schließlich den Ausschlag gegeben“, sagt Brandhofer.

Ausgeglichener präsentierten sich schließlich die Doppelspiele, wo die Purgstaller in allen drei Matches gut mithalten konnten und sogar noch einen Punkt ergattern hätten können. Die größte Möglichkeit auf einen Sieg hatte die Paarung Auer/Kirner, die im entscheidenden Match-Tie-Break bereits mit 5:1 in Front waren, sich aber schließlich mit 7:10 geschlagen geben mussten.

Auch das Duo Brandhofer/Scharner A. hätte mit etwas mehr Glück die Partie gewinnen können. „Es war eine knappe Partie, wo weit mehr möglich gewesen wäre. Einige No-Adds entschieden schließlich für die Gegner“, sagt Brandhofer.

Am kommenden Samstag wartet nun das schwere Auswärtsspiel in Hochwolkersdorf. Brandhofer rechnet sich zumindest einen Punkt aus: „Unser Minimalziel ist immer zumindest ein Punkt, aber wenn alles perfekt läuft, können wir mit Sicherheit auch mehr erreichen und mit einem Sieg nachhause fahren.“

LANDESLIGA B- UTC GEDERSDORF - TC SPARKASSE SCHEIBBS II 6:3. Schon vor Beginn war man sich in Scheibbs über die Stärke des Gegners bewusst, dennoch gingen Michael Weinberger und Co mit viel Selbstvertrauen nach dem 9:0-Auftaktsieg in die Partie. „Gedersdorf ist für mich heuer neben Böheimkirchen der große Favorit und wird vermutlich der Aufstiegskandidat Nummer eins sein“, sagt Mannschaftsführer Sebastian Ressl. Nichtsdestotrotz waren die Heimischen in den ersten Partien überlegen. Weinberger musste sich dem starken Slowaken Jan Stancik nach einer ansprechenden Leistung geschlagen geben. Besser machte es schließlich „Mister Zuverlässig“ Peter Svabik, der gegen Philipp Roithner klar die Oberhand behielt. Eng wurde es einmal mehr bei Harald Michalko. Wieder hatte er im ersten Satz das Nachsehen, ehe er in Satz zwei richtig aufdrehte und die Entscheidung in den dritten Satz vertagte. „Leider mussten wir ab diesem Zeitpunkt in die Halle nach Krems wechseln, was für Harald Michalko und in späterer Folge für Florian Reschinsky mit Sicherheit kein Vorteil war“, sagt Ressl. Michalko musste sich schließlich im dritten Satz geschlagen geben und auch Reschinsky musste eine Niederlage hinnehmen, doch Ressl betont: „Bei Florian wäre mehr drinnen gewesen und er führte bereits komfortabel. Schade um diesen Punkt.“

Während sich Ressl selbst dem routinierten Christoph Henneis, nach einem zweiten Satz mit Vorteilen beim Scheibbser geschlagen geben musste, schlug die Stunde des Youngsters Jakob Kalteis. Die 15-jährigen Scheibbser Nachwuchshoffnung agierte in seinem erst zweiten Landesliga-Match souverän und ließ seinem Gegner nicht den Funken einer Chance.

„Eine sehr starke Vorstellung von Jakob. Er kann stolz darauf sein, bedenkt man, dass er auch schließlich das entscheidende Doppel mit Peter Svabik für den Punktegewinn gewinnen konnte“, ist Ressl voll des Lobes für den Youngster, der in souveräner Manier mit Peter Svabik Punkt Nummer drei für Scheibbs holte. Die beiden weiteren Doppel gingen in zwei Sätzen an die Heimischen, die somit ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, doch Ressl betont: „Wenn wir in den engen Matches noch eines gewinnen hätten können, würde das Ergbenis vielleicht anders aussehen. Schade Darum.“

Die zweite Scheibbser Garnitur bleibt trotz der Niederlage auf Platz eins in der Tabelle und spielt kommende Woche auf heimischer Anlage gegen Waidhofen/Thaya. Ressl dazu: „Das wird wieder ein spannendes Match, das wir durchaus gewinnen können. Es kommt auf jeden Fall darauf an, wie die Gegner antreten werden.“