Erstellt am 28. September 2015, 12:03

von Armin Grasberger

Wieselburg hat bei Derby nichts zu verlieren. Der SC Wieselburg fährt als klarer Außenseiter zum Derby nach Melk und will die Verunsicherung abschütteln.

Jetzt erst recht. Der SC Wieselburg (r. Rainer Hudler) muss am kommenden Wochenende in Melk antreten. Die Braustädter strotzen momentan nicht gerade vor Selbstvertrauen, vielleicht wachsen sie aber gerade in dieser schwierigen Situation über sich hinaus. Foto: Patrick Reithner  |  NOEN, Patrick Reithner

Langsam kann und will es Robert Gnant nicht mehr hören. Die Geschichten vom prall gefüllten Lazarett, der ellenlangen Verletzenliste, dem hartnäckigen Verletzungspech des SC Wieselburg.

„Ja, natürlich fehlen uns wichtige Spieler. Das merkt man einfach“, gesteht der Funktionär ein. „Aber das hilft ja auch nichts. Was bringt es mir, wenn ich jede Woche den Ausfall unsrer Mannschaftsstützen beklage? Angesichts unserer Situation möchte ich lieber festhalten, dass wir uns gar nicht so schlecht verkaufen.“

„Melk ist für mich ganz klar der Favorit“

Zufrieden ist in der Braustadt aber natürlich keiner. „Wir müssen langsam in die Gänge kommen und Punkte einfahren“, fordert der Funktionär. Und das so schnell wie möglich. Am besten gleich in der kommenden Runde.

Da wartet auf die Kicker aus der Braustadt aber ein besonders harter Brocken. Ihre Dienstreise führt sie nämlich an die Donau, zum Derby gegen Aufstiegsaspirant Melk. „Melk ist für mich ganz klar der Favorit“, analysiert Gnant. „Aber vielleicht hilft uns diese Konstellation dabei, endlich die Verunsicherung aus unseren Köpfen zu bringen.“

Angesichts der allgemeinen Einschätzungen hat der SC Wieselburg bei diesem Gastspiel nämlich nicht viel zu verlieren, kann im Prinzip frei von der Leber weg spielen. „Wir müssen dort nicht das Spiel machen, sondern können aus einer stabilen Abwehr Nadelstiche setzen“, hofft Gnant.