Erstellt am 16. Juni 2016, 11:44

von Kevin Kada

Fanreise nach Frankreich: „Man muss etwas riskieren“. Trotz der aufrechten Terrorgefahr und den Ausschreitungen in den EM-Städten sind die Hollabrunner Fans, die nach Frankreich reisen, guter Dinge.

Rainer Rockenbauer (6.v.l., mit Kappe), Jakob Müllebner (7.v.l.) und ihre Kollegen vom Fanklub »Freunde der Liliputbahn« vor einem Spiel der österreichischen Nationalmannschaft beim Wiener Ernst-Happel- Stadion. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Eines ist klar: Auch zahlreiche Hollabrunner werden die Reise nach Frankreich antreten, um das Nationalteam vor Ort zu unterstützen.

Rockenbauer fährt mit „Freunden der Liliputbahn“

Einer von ihnen ist Josef Wolf. Der sportliche Leiter des UFC Obritz wird sich das Spiel der Österreicher gegen Island live ansehen. Zumindest dann, wenn es noch um etwas geht für das Team. „Für ein Freundschaftsspiel, wo es um nichts mehr geht, werde ich die Reise sicher nicht auf mich nehmen. Sofern es noch Sinn macht, dann bin ich dabei.“

Rainer Rockenbauer, ehemaliger Sport-Mitarbeiter der Hollabrunner NÖN, besucht mit einigen Freunden ebenfalls die EM in Frankreich. Gemeinsam mit ehemaligen Schulkollegen und den Mitgliedern des Fanklubs „Freunde der Liliputbahn“ wird der 27-Jährige das Spiel Österreich gegen Portugal in Paris besuchen.

„Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe doch, dass Österreich bis ins Achtelfinale kommen wird“, ist er euphorisch.

Krawalle? „Habe keine Angst vor Ausschreitungen“

Die aufrechte Terrorgefahr in Frankreich und die Anschläge von Paris hat er natürlich nicht vergessen, die Gefahren hat er im Hinterkopf. Dennoch zeigt sich Rockenbauer selbstbewusst: „Es gibt einem schon zu denken, es ist sicher nichts, was man einfach auf die leichte Schulter nehmen darf oder kann. Aber man muss auch einmal etwas riskieren, denn passieren kann überall etwas.“

Die Ausschreitungen rund um die Spiele zwischen England und Russland, Polen und Nordirland oder auch Deutschland und Ukraine beunruhigen den 27-Jährigen aber nicht: „Die Fans der Österreicher und Portugiesen gelten nicht als aggressive Hooligans. Darum habe ich keine Angst vor Ausschreitungen.“

Für andere sind solche Dinge sehr wohl ein Thema und auch ein Grund, warum sie nicht nach Frankreich gefahren sind. So zum Beispiel für Nappersdorf-Sektionsleiter Reinhard Krysl: „Bei der aktuellen Gefahrenlage schau‘ ich mir die Spiele lieber gemütlich und in Sicherheit vor dem Fernseher an.“