Erstellt am 14. Juni 2016, 09:53

von Bernhard Fenz

Im Flug beim A-Team. Mit Flugbegleiterin Sonja Graf und Co-Pilot Jürgen Harnisch war Wiener Neustadt im Flieger des Nationalteams nach Frankreich gleich doppelt aktiv vertreten.

Die Austrian Airlines-Crew vor dem Abflug nach Frankreich - Sonja Graf, Gregor Posch, Kapitän Werner Stöger, Co-Pilot Jürgen Harnisch, Odina Holtenau, Thomas Lengauer und Martina Riegler (v.l.).  |  NOEN, Austrian Airlines - Michele Pauty
Der 12. Oktober 2010 bleibt für Österreichs Nationalteam mit einem 4:4 in Belgien im Rahmen der (letztlich nicht erfolgreichen) EM-Qualifikation geschichtsträchtig. Aber auch Sonja Graf, Austrian Airlines-Flugbegleiterin aus Wiener Neustadt, wird die Reise in Erinnerung behalten.

Für den Trip nach Brüssel sprang die 37-Jährige spontan ein und sie sollte fortan Mitglied jener Crew bleiben, die das Nationalteam regelmäßig bei den diversen Reisen betreut. Knapp sechs Jahre später hat sich daran nichts geändert, nach wie vor ist Graf ein Teil der fixen Flugbesatzung für das Nationalteam. Als solcher war sie klarerweise auch hautnah dabei, als die Nationalmannschaft am vergangenen Mittwoch von Wien ins französische Avignon abhob.

„Der Trubel war größer, aber alles lief glatt“

Mittlerweile verfügt die gebürtige Weinviertlerin als „Senior Cabin Attendant“ auch bei der Mannschaft von Marcel Koller über genügend Routine. Kein Nachteil: Gemeinsam mit dem Team gilt es schließlich, im luxuriösen Flieger das bestmögliche Service umzusetzen. Platz haben die Gäste durch die Bank genug, auch die Verpflegung spielt alle Stückerl.

„Natürlich war der gesamte Trubel etwas größer als sonst, aber es lief letztlich alles glatt“, blickt Sonja Graf auf den Transport der Teamspieler, Betreuer, Funktionäre und Medienvertreter zurück. Und wie es sich für eine fixe Crew gehört, versteht sich auch von selbst, dass die AUA-Angestellte beim Team-Rückflug wieder hautnah dabei sein wird. Schmunzelnder Nachsatz: „Wann immer der auch sein wird.“



Aber nicht nur am Sektor der Flugbegleitung mischte eine Wiener Neustädterin aktiv beim Nationalteam mit. Im Cockpit war die Allzeit Getreue mit Jürgen Harnisch als Co-Pilot ebenfalls vertreten. Anders als bei der Kabinencrew sind die Piloten zwar nicht fix, Harnisch war aber bereits einmal mit dem Team unterwegs – im Oktober 2015 beim EM-Quali-Auswärtsmatch in Podgorica (Montenegro).

Diesmal trug er an der Seite von Pilot Werner Stöger (übrigens aus dem burgenländischen Hornstein bei Neufeld) seinen Teil bei. Übrigens: Die Landung war, anders als kolportiert, nicht extra hart, sondern lediglich den Gegebenheiten angepasst. Hintergrund: Die Piste vor Ort hat eine Länge von knapp 1.600 Metern, die durchschnittliche Länge liegt bei 3.000 Metern. Harnisch: „Deswegen musste sozusagen einfach etwas mehr gebremst werden als sonst.“