Erstellt am 22. Juni 2016, 07:25

von Alex Erber

Mit dem Team eingelaufen: "Schönster Tag im Leben". Lea Parfuß (9) aus Statzendorf hat Teamspieler Stefan Ilsanker im Pariser Prinzenparkstadion auf den grünen Rasen begleitet. Es war ein einmaliges Erlebnis.

Zum (über-)lebenswichtigen Punkt gegen Portugal eskortiert: Christian Fuchs, Robert Almer, Sebastian Prödl, Stefan Ilsanker, Julian Baumgartner, Florian Klein und Martin Harnik mit den Begleitkindern Nils, Alexander, Lena, Lea und Fabian (jeweils von links).  |  NOEN, McDonald's/AFP-services

Für fünf Kinder aus Österreich ist am vergangenen Samstag ein Traum wahr geworden. Darunter war als einzige blau-gelbe Vertreterin die neunjährige Lea Parfuß aus Statzendorf.

Noch vor dem Anpfiff des Spiels gegen Portugal hatte das Quintett seinen großen Auftritt. Unter tosendem Applaus und vor tausenden von Fans liefen die Kinder Hand in Hand mit ihren Stars ins Stadion Parc des Princes in Paris ein: Lea gemeinsam mit Stefan Ilsanker, Alexander (7/Eggelsberg/Oberösterreich) mit Tormann Robert Almer, Fabian (6/Hornstein/Burgenland) mit Julian Baumgartlinger, Lena (8/Leoben/Steiermark) mit Sebastian Prödl und Nils (10/Wien) mit Kapitän Christian Fuchs.

Dress bekommt Ehrenplatz

Aufregung, glänzende Augen und ihr Fußballidol aus nächster Nähe kennenlernen – Lea durfte diese einmalige Erfahrung bei der heurigen Fußball-EM erleben: „Das war sicher der schönste Tag in meinem Leben“, erinnert sie sich im NÖN-Gespräch. Dass die Nachwuchs-Stürmerin des ASV Statzendorf ausgerechnet mit dem Aktivposten Stefan Ilsanker aufs Feld laufen durfte, hat sich, so berichtet Vater Rudolf, eher zufällig ergeben: „Das Treffen mit den Spielern fand erst zehn Minuten vor dem Anpfiff statt.“

Der Leipzig-Legionär agierte überdurchschnittlich, Leas Lieblingsspieler sensationell: Robert Almer hielt den rot-weiß-roten Zähler fest. Der Torhüter ist die direkte Verbindung zu ihrem absoluten Lieblingsverein: „Austria Wien!“

Der Aufenthalt in der französischen Hauptstadt war straff organisiert, McDonalds hatte ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Was die Freude noch größer macht: Die Dressen, mit denen die Kinder einliefen, durften sie behalten: „Das Leibchen wird sicher gehütet wie ein Schatz und bekommt in ihrem Zimmer natürlich einen Ehrenplatz“, schmunzelt Papa Rudolf Parfuß.

„Etwas müde, aber umso glücklicher“

Das Super-Erlebnis möglich gemacht hat Mama Alexandra, die ihre Tochter bei dem Gewinnspiel angemeldete. Prompt wurde der Zettel mit Leas Namen gezogen: „Ich habe die Übertragung im Fernsehen genau verfolgt, Lea hat etwas müde, aber umso glücklicher gewirkt“, meint die Mutter. Sie ist von ihrem Gatten überdies regelmäßig per WhatsApp vom Geschehen in Paris informiert worden.

Lea Parfuß freut sich jetzt schon auf die Sommerferien. Jetzt sind einmal vier Wochen Relaxen im Kreis der Familie angesagt. Mit Fußball geht es erst Anfang August weiter: Gemeinsam mit ihrer Mannschaft begibt sich die Angreiferin zu einem Trainingsaufenthalt in die Sportschule Lindabrunn.