Erstellt am 01. Juli 2016, 00:04

Portugal nach Elferkrimi gegen Polen im EM-Halbfinale. Portugal hat sich für das Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft qualifiziert. Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo bezwang am Donnerstag in Marseille Polen mit 5:3 im Elfmeterschießen.

 |  AFP

Nach 120 Minuten stand es 1:1. Jakub Blaszczykowski vergab als einziger Schütze vom Punkt, Ricardo Quaresma schoss die Iberer ins Semifinale. Vor der Partie gab es eine Gedenkminute für die Opfer des Terroranschlags in Istanbul. Den Polen gelang dann mit dem frühen Tor ein Traumstart. Kamil Grosicki bediente Lewandowski mit einer idealen Hereingabe, nachdem sich Portugals Cedric Soares bei der Ballannahme arg verschätzt hatte. Der Bayern-Topstar hatte keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen. In der Folge versuchten die Polen das Geschehen zu beruhigen.

Die Portugiesen brauchten einige Zeit, um sich von dem frühen Schock zu erholen. Cristiano Ronaldo gab erst in der 28. Minute den ersten Torschuss ab. Zwei Minuten später wollte Reals Superstar einen Elfmeter, nachdem ihm Michal Pazdan zu Fall gebracht hatte. Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych ließ aber, wohl zu Unrecht, weiterspielen.

Portugal war nun endgültig im Spiel angekommen und erzielte nur kurze Zeit später den Ausgleich. Nani legte mit der Ferse auf Renato Sanches ab, der mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze traf. Damit wurde Polen für die Inaktivität bestraft. In weiterer Folge bemühten sich beide Mannschaften offensive Akzente zu setzen, Gefährliches gelang vor der Pause jedoch nicht mehr.

Nach Seitenwechsel belauerten sich die Teams. Der erste Abschluss von Lewandowski, ein Flugkopfball (48.), blieb ebenso zahnlos, wie ein Versuch Ronaldos, der nur das Außennetz traf (56.). Beide Mannschaften konzentrierten sich auf die Defensive, wollten auf jeden Fall verhindern, dass der Gegner Räume bekommt.

Gegen Ende der regulären Spielzeit war Portugal dem Sieg näher. Zunächst hatten die Polen Glück, als Artur Jedrzejczyk in ein Zuspiel auf Ronaldo rutschte und das eigene Tor nur hauchdünn verfehlte (81.), dann traf Ronaldo alleinstehend vor dem Tor den Ball nicht richtig (86.). In der Verlängerung, wo ein Flitzer für eine kurze Unterbrechung sorgte, gelang keinem Team ein weiterer Treffer, womit das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.