Erstellt am 17. Juni 2016, 11:03

von Peter Sonnenberg

Weinviertler on Tour. Es tummeln sich auch viele Fans aus dem Bezirk Korneuburg bei der EM – wie Kapellerfelds Sektionsleiter Jochen Filipp.

Vorfreude steigt. Kapellerfelds »Seki« Jochen Filipp.  |  NOEN, FCK
 Die Fußballsaison des FC Kapellerfeld ging am vergangenen Wochenende mit einem 2:2 in Aspern zu Ende. Für Sektionsleiter Jochen Filipp geht der Fußballwahnsinn aber jetzt erst so richtig los: Er fährt bzw. fuhr mit Freunden zu allen Spielen der österreichischen Nationalmannschaft.

„Ich bin ein glühender Fan, für den es keine Frage war, ob er fährt.“ Auch etwaige Streiks beunruhigen ihn nicht: „Wir werden schon einen Weg finden, dass wir immer rechtzeitig ins Stadion kommen.“ Sein Sohn Tim, der ebenfalls bei den Kapellerfeldern spielt, darf aber nicht mit.

Bereits bei der WM 1998 mit dabei

„Da hat meine Frau ihr Veto eingelegt. Sie war auch mit meiner Reise nicht glücklich, aber der Sohnemann war wichtiger (lacht).“ Für Filipp ist Frankreich eine alte Bekannte, bereits bei der WM 1998 unterstützte er das ÖFB-Team vor Ort. Generell bezeichnet sich Filipp als Fußballwahnsinnigen, der früher auch treuer Austria-Abonnent war.

„Aber als Funktionär bei einem Fußballverein geht sich das nicht mehr aus.“ Hat er doch mit seinem Heruensklub aus der Wiener Oberliga B mehr als genug zu tun. Aber vielleicht kommt es ja für Filipp und Rot-weiß-rot zu mehr Spielen in der „Grande Nation.“ Legte er sich doch ein sogenanntes „Follow your team“-Ticket zu, wo er Karten für alle Spiele der Koller-Elf hat bzw. hätte. Dabei muss allerdings mittels Vorkasse gezahlt werden.

„Das ist zwar eine teure Angelegenheit (Anm.: knapp 2000e), aber wer weiß, wie oft wir uns in Zukunft noch für so eine Großveranstaltung qualifizieren werden.“ Falls Österreich schon früh scheitert, ist zumindest die Gattin besänftigt: „Dann bekomme ich von der UEFA Geld zurück und Sie kann Urlaub planen.“