Erstellt am 20. September 2015, 18:30

von Alexander Wastl

Admira muss sich Rapid beugen. Die Südstädter verlieren das Spitzenspiel im Happel-Oval und geben die Tabellenführung an Rapid weiter.

 |  NOEN, EXPA/SEBASTIAN PUCHER (APA)
Für die Admira galt es gegen Rapid im Top-Spiel der Runde die Tabellenführung zu behaupten. Die Wichtigkeit der Partie war am Platz klar ersichtlich: Ruppig und mit vielen Zweikämpfen ging es zur Sache. Der Rekordmeister tat sich schwer, weil die Südstädter stark verteidigten. Im Gegenzug konnten die Gäste aber kaum Chancen kreieren, erst nach 25 Minuten starteten die Admiraner allmählich auch etwas für das Spiel zu tun.

Schwab bringt Rapid in Front

Defensiv machten die Mödlinger ihre Sache gut: Bis auf die 42 Spielminute. Da kam Ex-Admiraner Stefan Schwab ungehindert nach Hofmann-Freistoß zum Kopfball. Der wuchtige Kopfball prallte von der Latte auf Keeper Siebenhandls Kopf und dann weiter ins Tor. Der Abwehrriegel war durchbrochen, einige Momente später musste sich Siebenhandl bei einem Schwab-Schuss lang machen um das 2:0 gerade noch abzuwenden.

Spannende zweite Hälfte

Hitzig ging es auch gleich nach der Pause weiter. Flanke von Hofmann, Siebenhandl klärt in letzter Not und räumt Schobesberger aus dem Weg. Dann die Admira mit der ersten richtig guten Möglichkeit im Spiel. Dominik Starkl (49.) tanzt die Rapid-Abwehr im Sechzehner aus, Torhüter Novota kann den Ball noch an die Stange lenken. Die Admira blieb dran, keine zwei Minuten später vergibt Starkl aus kurzer Distanz die nächste Top-Chance. Im Gegenzug hatten die Südstädter bei einem Konter Glück, weil Huspek alleine auf den Kasten zulief, jedoch ausrutschte.
Dibon entscheidet Partie

Die zweite Hälfte blieb spannend, war mit wesentlich mehr Torchancen gespickt. Dann wurde wiederum eine Standardsituation zum Verhängnis für die Admira – und wieder traf ein ehemaliger Südstädter. Christopher Dibon köpfte nach Ecke zum 2:0 (67.) ein, Siebenhandl war mit den Fingerspitzen noch dran. Mit dem 2:0 war bei der Admira die Luft heraußen, Zwierschitz rettete nocheinmal auf der Linie. Rapid siegte verdient und holte sich von den Südstädtern die Tabellenführung.

Stimmen zum Spiel:

Dominik Starkl (FC Admira Wacker Mödling): „Wir haben uns viel vorgenommen, haben einiges davon umsetzen können und haben gut dagegengehalten. Es war ein zerfahrenes Spiel, wir haben dann die Kompaktheit verloren. Wir haben alles gegeben.“

Christopher Dibon (SK Rapid Wien): „Das 2:0 hat uns Sicherheit gegeben. Das Spiel vom Donnerstag war doch noch etwas in den Knochen, aber wir hatten dennoch das Spiel unter Kontrolle. Nach der Pause hatten wir ein bisschen Glück, aber dann war es ein souveräner Sieg. Ich freue mich immer für die Admira wenn sie soviele Punkte wie möglich machen. Solange sie einen Platz hinter uns sind ist das okay.“

SK RAPID WIEN – FC ADMIRA WACKER MÖDLING 2:0 (1:0).
Tore: 1:0 (42.) Schwab, 2:0 (67.) Dibon.
Gelbe Karten: Schwab (23., Kritik), Hofmann (36., Foul), Blutsch (41., Foul).
Rapid: Novota; Pavelic, Sonnleitner, Dibon, Stangl; Grahovac, Schwab; Schobesberger, Hofmann (79., Schaub), Huspek (57., Kainz); Jelic (60., Prosenik).
Admira: Siebenhandl; Ebner, Wostry, Zwierschitz, Wessely; Lackner, Toth; Sax (70., Zulj), Blutsch, Spiridonovic (46., Grozurek); Starkl.
Happel-Stadion, Schiedsrichter Schörgenhofer.