Erstellt am 24. Oktober 2015, 20:54

von Alexander Wastl

Admira: Nullnummer gegen Grödig. Die Südstädter dominierten die Salzburger, kamen aber nicht über ein Remis hinaus.

 |  NOEN, HANS PUNZ (APA)
Nach dem 0:8-Debakel gegen Salzburg war für die Admiraner Wiedergutmachung angesagt. Das war gegen ziemlich destruktiv eingestellte Grödiger aber leichter gesagt, als getan. Die Gäste konzentrierten sich aufs Kontern, überließen den Südstädtern das Spiel.

Diese taten sich zunächst aber schwer, eine Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden. Auf der anderen Seite war Ex-Admiraner Benjamin Sulimani allein auf weiter Flur. Die logische Konsequenz: Kaum Torszenen in Hälfte eins. Ein von Thomas Ebner in letzter Sekunde unterbundener Grödig-Konter (31.) war da noch der absolute Höhepunkt.

Nach der Pause ging’s dann aber ziemlich schnell zur Sache. Unsicherheit bei Grödig-Verteidiger Maak der seinem Keeper Strasser den Ball aus einem Meter in die Hände spitzelt. Die Folge war ein indirekter Freistoß aus zwei Metern. Der Ball der Südstädter findet aber nicht den Weg durch die Grödiger Menschenmauer. In den nächsten Minuten standen die Salzburger gehörig unter Druck, doch auch die Admira hatte bei einem zu kurz gekommenen Schößwendter-Rückpass (53.) Glück – Schlussmann Jörg Siebenhandl konnte in letzter Sekunde ausputzen.

Ball will nicht über die Linie

Die Admira blieb drückend überlegen, konnte aber keine Chancen kreieren. Die dickste Möglichkeit der Grödiger, ein Flachschuss von Sulimani (69.), konnte Siebenhandl wiederum parieren. Im Gegenzug scheiterte der an diesem Abend besonders auffällige Srdjan Spiridonovic per Drehschuss. Selbiges probierte Starkl (84.), dieser traf sogar das Tor. Der zentrale Schuss stellte Torwart Strasser aber vor keine größeren Probleme. Den Matchball hatte wiederum Spiridonovic am Fuß, der alleinstehend aus zehn Metern nur das Außennetz traf (87.).

Zwei Minuten später wieder der pfeilschnelle Außenbahnspieler, diesmal bedient er den eingewechselten Bajrami ideal. Der trifft ebenso nur das Außennetz. Der Ball wollte einfach nicht ins Grödiger Gehäuse, es blieb beim 0:0. Nach dem 0:8-Debakel eine positive Antwort, ob der letztlich klar besseren Chancen aber auch eine kleine Enttäuschung für die Admiraner.


FC ADMIRA WACKER MÖDLING - SV SCHOLZ GRÖDIG 0:0.
Gelbe Karten: Schütz (20., Foul), Denner (55., Foul), Wallner (93., Foul)
Admira: Siebenhandl; Ebner – Schößwendter – Wostry – Zwierschitz; Toth (64., Blutsch) – Lackner; Sax (84., Bajrami) – Malicsek (70., Zulj) – Spiridonovic; Starkl.
Grödig: Strasser; Kainz – Maak – Pichler – Denner; Bauer – Rasner; Venuto – Djuric (62., Kerschbaum) – Schütz (58., Gschweidl); Sulimani (86., Wallner).
BSFZ Arena, 2100.- Schiedsrichter Harkam.

Stimmen zum Spiel

Peter Schöttel (Trainer SV Grödig): „Man hat gesehen, dass beide Mannschaften einander ganz gut kennen. Wir sind hier hergekommen, um etwas mitzunehmen. Wir haben der Admira viel Ballbesitz gelassen. Wir wollten unsere Konter spielen, das ist uns nicht wirklich gelungen. Zweite Hälfte ist die Admira stärker geworden. Wir waren bemüht, das Minimalziel haben wir erreicht.“

Ernst Baumeister (Trainer Admira Wacker): „Wir wollten drei Punkte machen. Erste Halbzeit war es eine Pattstellung. Wir waren zwar viel in Ballbesitz, aber nie in einer gefährlichen Zone. Im Großen und Ganzen bin ich nach der letzten Woche aber nicht unzufrieden. Zu Beginn war ein bisschen Unsicherheit da.“

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