Erstellt am 27. September 2015, 19:28

von Alexander Wastl

Admira muss sich Sturm beugen. Die Südstädter verlieren gegen Sturm Graz knapp mit 0:1 und rutschen auf Tabellenrang vier zurück.

 |  NOEN, HERBERT P. OCZERET (APA)
Die Admira wollte nach der Niederlage gegen Rapid wieder Punkte sammeln um sich an der Spitze festzusetzen, Sturm hingegen war in der Lauerstellung und tankte nach dem 2:0-Sieg über die Austria zuletzt Selbstvertrauen. Gute Vorzeichen für eine spannende Partie waren gegeben und die Südstädter legten stark los.

Rene Schicker vergab schon nach drei Minuten die erste Topchance, scheiterte aus acht Metern an Keeper Esser. Die nächste gute Möglichkeit erst nach zwanzig Minuten, wieder auf Seite der Admira. Lackner kommt nach Starkl-Pass aber um eine Millisekunde zu spät gegen Esser.

Fehler im Spiel häufen sich

Nach der guten Anfangsphase schlichen sich bei den Mödlingern aber mehr und mehr Fehler ein. Zwierschitz mit einem katastrophalen Querpass (23.) den Wostry ausbessern kann, sowie einige misslungene Abschläge des sonst so präzisen Jörg Siebenhandl ließen die Steirer immer besser ins Spiel kommen. Beim Kreieren von Chancen taten sich die Grazer aber schwer, auch weil immer ein Bein der Admiraner dazwischen war. Die letzte Präzision fehlte aber auch bei den Südstädtern, aus zahlreichen guten Freistoßmöglichkeiten konnten die Gastgeber keinen Nutzen ziehen.

Sturm legt vor

Das fehlerhafte Spiel beider Teams setzte sich auch in Hälfte zwei fort, doch Sturm zeigte Effizienz. Gruber mit Pass in die Tiefe auf Avdijaj, der legt auf Kienast quer: 1:0 für die Grazer (54.). Die Südstädter brauchten daraufhin ein wenig um wieder in die Partie zurückzufinden. Bei einer Bajrami-Flanke (69.) wo Freund und Feind vorbeisegelten wurde Esser überrascht und es gelang fast der Ausgleich. Die Aktion war sinnbildlich für das ganze Spiel, Chancen kamen meist per Zufall zustande. Im letzten Offensivdrittel fehlte den Mannschaften häufig die Kreativität.

Admira mit zweiter Heimniederlage

Siebenhandl verhinderte in weiterer Folge Schlimmeres, parierte einmal gegen Gruber (74.) und klärte in der Nachspielzeit in letzter Not gegen Horvath. Für die Hausherren vergab Peter Zulj in der Nachspielzeit via Weitschuss die größte Möglichkeit um noch auszugleichen. Die Admira musste die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen und rutschte auf den vierten Tabellenplatz ab.

Stimmen zum Spiel:

Franco Foda (Trainer Sturm Graz): „Wir sind sehr froh dass wir hier gegen eine starke Mannschaft 1:0 gewonnen haben. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es auch nicht unverdient. Wir haben über 89 Minuten eine hundertprozentige Chance zugelassen. Die war gleich zu Beginn, da hätte das Spiel anders verlaufen können. Spielerisch haben wir sicher noch Luft nach oben.“

Ernst Baumeister (Trainer Admira Wacker Mödling): „Erste Halbzeit waren wir überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten zu viele Eigenfehler. Zweite Hälfte haben wir besser gespielt, da waren wir aber zu ungeduldig, haben kopflos nach vorne gespielt. Wir hätten auch noch das eine oder andere Tor mehr bekommen können, da hat der Torwart gut gehalten.“

Jörg Siebenhandl (Torhüter Admira): „Wir haben zweite Halbzeit zu wenig Chancen gehabt, erste Halbzeit genug. Nach dem Tor war es dann schwierig. Wir haben am Anfang alles getroffen, jetzt haben wir ein zwei ausgelassen. Ich sehe da aber jetzt kein großes Drama.“

FC ADMIRA WACKER MÖDLING - SK PUNTIGAMER STURM GRAZ 0:1 (0:0).
Tor: 0:1 (54.) Kienast.
Gelbe Karten: Schicker (21., Foul), Schick (50., Foul), Lackner (56., Foul), Avdijaj (61., Foul)
Admira: Siebenhandl; Ebner, Schößwendter, Wostry, Zwierschitz; Lackner; Sax (63., Blutsch), Schicker (88., Zulj), Toth, Bajrami (75., Spiridonovic); Starkl.
Sturm: Esser; Potzmann, Madl, Spendlhofer, Klem; Kamavuaka, Hadzic; Schick (82., Dobras), Avidjaj (63., Horvath), Gruber; Kienast (90., Tadic).
BSFZ-Arena, 3345.- Schiedsrichter Schüttengruber.