Erstellt am 15. Oktober 2015, 09:38

von Bernhard U. Wieser

Zistersdorf ist wieder auf Trainersuche. Knalleffekt beim Aufsteiger: Nach nicht einmal zwei Wochen ist Ludwig Kaiser schon wieder Geschichte.

Wieder Grund zum Jubeln? Osman Bajguric (links) und Stephan Martinec wollen mit ihrem FC Angern wieder zurück auf Platz eins.  |  NOEN, Joe Fuchs
In Zistersdorf kehrt keine Ruhe ein. Nach lediglich einem Spiel wurde Ludwig Kaiser wieder als Trainer entlassen. In einer internen Mannschaftsbesprechung sprachen sich die Spieler des SVZ gegen den Trainer aus. Teambetreuer Harald Hochmeister: „Kaiser hat keinen Draht zu den Spielern gefunden. Auch seine bisherige Trainerkarriere in der Umgebung verlief wenig überzeugend, dementsprechend auch die Resonanz. Seine Bestellung war, im Nachhinein betrachtet, unglücklich.“

Die Spieler haben in erster Linie die Trainingsgestaltung und die taktischen Vorgaben im Spiel gegen Großkrut kritisiert. Das Training übernimmt bis auf weiteres Spieler Christoph Prem, der beim Auswärtsspiel am Samstag in Deutsch-Wagram als Spielertrainer fungieren wird.

Großengersdorf zeigt vor dem Tabellenführer keine Angst

In Großengersdorf kommt es am Samstag zum Duell des Tabellenführers Ladendorf beim Tabellennachzügler. Doch der Gastgeber wird selbstbewusst in die Partie gehen, betont Sportchef Rudolf Jaschke: „Der Auswärtspunkt bei den starken Angernern hat uns viel Mut gemacht und hat gezeigt, dass wir mit den starken Gegnern mithalten können.“ Nur müsse sein Team gegen Ladendorf die Torchancen in Tore ummünzen, um gewinnen zu können. In Angern habe dies nämlich nicht geklappt und so musste man sich mit einem Punkt zufrieden geben, obwohl sogar ein Sieg möglich gewesen wäre, so Jaschke.

Gewinnen möchte auch wieder Angern, nachdem man zuletzt im Heimspiel gegen Großengersdorf nicht über ein 1:1 hinaus kam. Am Sonntag gastiert der Tabellen-Zweite in Eckartsau. Angern-Pressesprecher Robert Binder: „In dieser Saison ist es fast unmöglich, eine Prognose abzugeben. Es findet ein regelrechtes Favoritensterben statt, wenn man an die letzten Runden denkt.“ Binder erwartet ein enges Spiel, in dem die Tagesverfassung über den Sieger entscheidet.

„Wir sind gewarnt“

Der Tabellen-Dritte Poysdorf will das Heimspiel gegen Tabellen-Schlusslicht Spannberg am Samstag natürlich erfolgreich gestalten, zeigt aber viel Respekt vor dem Gegner: „Der souveräne 4:0-Sieg der Spannberger gegen Kreuttal hat uns natürlich beeindruckt. Wir sind gewarnt und gehen sehr konzentriert in die Partie. Denn wer Kreuttal schlagen kann, kann jeden schlagen.“

Köppel‘s Trainerkollege Mario Kosik baut auf die Euphorie nach seinem Debüt-Sieg: „Die Trauben hängen zwar in Poysdorf sehr hoch, aber wir sind sicher für eine Überraschung gut.“

Hauskirchen schon unter Zugzwang

Sektionsleiter Franz Trötzmüller sieht seine Hauskirchner schon unter Zugzwang im Heimspiel am Samstag gegen Bad Pirawarth: „Wir haben in dieser Saison einfach schon viel zu viele Punkte liegen gelassen. Wir könnten schon viel weiter vorne in der Tabelle stehen.“ Ein Sieg sei das klare Ziel, betont Trötzmüller. „Poysdorf ist der Favorit, aber wir wollen und brauchen die Punkte.“

Komplettiert wird dieser Spieltag durch die Partien Kreuttal gegen Hausbrunn am Samstag und dem Gastspiel der Ulrichkirchner in Kronberg am Sonntag.

Die nächste Runde:

Samstag, 15 Uhr: Deutsch Wagram - Zistersdorf (Cellek), Poysdorf - Spannberg (Obritzberger), Großengersdorf - Ladendorf (Harrer); 18 Uhr: Hauskirchen - Bad Pirawarth (Wucherer), Kreuttal - Hausbrunn (Inal).

Sonntag, 15 Uhr: Kronberg - Ulrichskirchen (Kotsch), Eckartsau - Angern (Özmen).

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