Erstellt am 15. Oktober 2015, 18:46

von Wolfgang Wallner

Mannsdorf hat's gegen Aufsteiger in der Hand. Nach den "Big Points" gegen Kottingbrunn wollen die Prehsel-Kicker nachsetzen - und mit einem vollen Erfolg gegen Aufsteiger Haitzendorf den Platz an der Spitze verteidigen.

Mannsdorfs Nenad Panic war vom Kottingbrunner Manuel Byslovsky auch mit Stolleneinsatz nicht zu bremsen.  |  NOEN, David Aichinger
War die bittere 0:4-Pleite in Mannsdorf nur ein Ausrutscher? Den beweisen müssen die Kottingbrunner am Freitag antreten. Dann trifft die Sukalia-Elf auf die wieder erstarkte Elf aus Langenrohr. Drei Punkte sind Pflicht, will man nicht – mal wieder – nur Zaungast im Titelrennen sein. „Mund abwischen und weitermachen“, gibt Stürmer Johannes Egger die Devise aus. Den Platz an der Sonne haben die Kicker aus dem Bezirk Baden an den SC Mannsdorf verloren, der mit Haitzendorf eine lösbare Aufgabe vor der Brust hat.

Verdaut Haitzendorf den Egharevba-Schock?

Zu unterschätzen sind die Grafenegger nicht. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, der Aufsteiger musste sich zuletzt in einem unglaublichen Spiel Würmla mit 5:7 geschlagen geben. Matchwinner der Tullnerfelder: Frank Egharevba, der mit einem Fünferpack auch für seine Verhältnisse einen neuen Superlativ setzte. Für Würmla waren’s enorm wichtige Punkte, um ein wenig Luft im Fight um den Klassenerhalt zu haben.

Überlebenskampf in Ober-Grafendorf

Ganz andere Probleme hat der ATSV Ober-Grafendorf. Mal wieder ist das punktelose Schlusslicht Außenseiter, diesmal in Waidhofen/Thaya. Viel drängender ist allerdings die finanzielle Krise. Mit mehr als 300.000 Euro soll der Klub – laut Auskunft des Gläubigerschutzverbandes Creditreform – überschuldet sein. Diese Woche wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet. Das heißt: Das letzte Wort haben Gläubiger und Juristen. Die (sportliche) Zukunft des ATSV ist ungewisser denn je.

Vier mit Platz eins im Visier

Kuriose Ausgangslage an der Spitze: Selbst der Vierte Kottingbrunn kann mit einem Sieg – bei einer gleichzeitigen Niederlage von Leader Mannsdorf – Platz eins übernehmen. Die „großen Vier“ der Landesliga trennen also nur drei Zähler. Als erster Verfolger des Topquartetts hat sich der SC Zwettl etabliert. Die Waldviertler gastieren nun in Spratzern, haben aus den letzten drei Begegnungen mit der Gutlederer-Elf stattliche sieben Punkte geholt.

Die nächste Runde:

Freitag, 19.30 Uhr: Mannsdorf - Haitzendorf (Marik), Kottingbrunn - Langenrohr (Katona), Waidhofen/Thaya - Ober-Grafendorf (Zeinzinger), SC Krems - Ardagger (Gnam).

Samstag, 15 Uhr: St. Peter/Au - Leobendorf (Fuchs), Gaflenz - Retz (Orsolic), Spratzern - Zwettl (Ziernwald).

Sonntag, 15 Uhr: Würmla - Traiskirchen (Winkler).

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