Erstellt am 07. Oktober 2015, 13:51

von Wolfgang Wallner

Mannsdorf will Kottingbrunnern ein Bein stellen. Spitzenspiel am Freitag: Tabellenführer muss zum Verfolger. Nur die Tordifferenz trennt die beiden Topteams der Liga. In Lauerstellung bleiben Leobendorf und Krems.

Paul Weissensteiner und seine Mannsdorfer Kollegen sind gerüstet für den Schlager am Freitag gegen Kottingbrunn.  |  NOEN, David Aichinger
Die Drei-Klassen-Gesellschaft in der 1. NÖN-Landesliga ist im ersten Saisondrittel Realität. Vorne die großen Vier, dahinter ein breites Mittelfeld – und abgeschlagen, noch ohne Punkt am Konto, Ober-Grafendorf. Die Fronten klären könnten sich an der Spitze, wenn sich am Freitag Mannsdorf und Kottingbrunn matchen.

Serie spricht für Sukalia-Elf

Rund 500 Fans erwarten die Mannsdorfer – und eine „enge Partie“, wie Trainer Christian Prehsel erklärt. Für die Gäste aus Kottingbrunn spricht die Serie. 4:1 und 3:2 gewannen die Blau-Weißen in den vergangenen beiden Saisons.

Entsprechend groß ist die Zuversicht. „Wenn jeder seine Leistung bringt, werden wir auch aus Mannsdorf drei Punkte mitnehmen“, ist Defensivmann Dominik Bichler überzeugt.

Kottingbrunns Coach Markus Sukalia pflichtet bei: „In Mannsdorf haben wir immer gut gespielt.“ Mit einem Auswärtssieg könnten die Sukalia-Kicker einen großen Schritt Richtung Herbstmeistertitel machen.

Waldviertel versus Wachau

Viel steht auch in Zwettl am Spiel. Die Waldviertler könnte mit einem Sieg dem Spitzenquartett auf den Fersen bleiben. Und die Kremser? Die müssen den Anschluss halten, nehmen das Selbstvertrauen vom 3:2-Erfolg gegen den starken Aufsteiger mit.

„So wie gegen Traiskirchen will ich meine Mannschaft auch in Zwettl sehen“, setzt Trainer Stefan Kogler auf zügiges Kurzpass-Spiel. „Der KSC muss sich in dieser Form vor keinem Gegner verstecken.“

Ähnliches gilt für Leobendorf, das bei Nachzügler Ober-Grafendorf quasi zum Sieg „verdammt“ ist. Die Form passt jedenfalls: Gegen Retz gaben sich Konrad & Co. beim 4:0-Sieg keine Blöße.

Tag der offenen Tür

Umsonst gefürchtet! Vor dem Spiel gegen Ober-Grafendorf hatten die Langenrohrer noch eine Spielerpasskontrolle angefordert. Am Rasen zeigte sich rasch, dass die „Angst“ vor den Pielachtalern unbegründet ist.

Die ATSV-Elf kassierte in den ersten fünf Minuten drei Tore, stand geradezu Spalier für die Rohrer Offensivabteilung. Am Ende gab’s ein 14:1-Schützenfest für den SVL – der höchste Sieg in 23-Landesliga-Jahren.

Premiere auch für Robert Gruberbauer: Er steuerte einen Fünferpack zum Langenrohr-Erfolg bei. Und wie geht’s in Ober-Grafendorf weiter? Das steht in den Sternen. Diese Woche will Bürgermeister Rainer Handlfinger ein Machtwort sprechen.

Sechste Pleite in Folge

Die setzte es für den SV Würmla. Selbst Ausnahmegoalgetter Frank Egharevba klebt die Seuche am Fuß.

Das 0:1 gegen Mannsdorf war das bereits vierte Match am Stück, in dem den Tullnerfeldern kein Treffer gelang. Damit zeichnet sich ab, dass der Dorfklub sich auf einen beinharten Abstiegskampf gefasst machen muss.

Ähnliches gilt für Gaflenz – trotz eines Punktes gegen Zwettl (0:0) – sowie für St. Peter und den neuerlich sieglosen Aufsteiger Haitzendorf.
 

1. NÖN-Landesliga

 

Mannschaft

Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Kottingbrunn 9 8 0 1 30:7 23 24
2 Mannsdorf 9 8 0 1 20:9 11 24
3 Leobendorf 9 7 1 1 27:6 21 22
4 SC Krems 9 7 1 1 20:14 6 22
5 Zwettl 9 4 3 2 15:9 6 15
6 Spratzern 9 5 0 4 17:16 1 15
7 Traiskirchen 9 4 2 3 19:11 8 14
8 Waidhofen/Thaya 9 3 3 3 20:17 3 12
9 Langenrohr 9 3 2 4 24:14 10 11
10 Retz 9 3 2 4 14:15 -1 11
11 Ardagger 9 2 3 4 14:20 -6 9
12 St. Peter/Au 9 2 1 6 12:20 -8 7
13 Gaflenz 9 1 4 4 13:23 -10 7
14 Haitzendorf 9 1 3 5 10:21 -11 6
15 Würmla 9 1 1 7 11:24 -13 4
16 Ober-Grafendorf 9 0 0 9 7:47 -40 0
 

Die nächste Runde:

Freitag, 18.45 Uhr: Mannsdorf - Kottingbrunn (Hameter), Ardagger - Gaflenz (Aiginger).
Samstag, 15.30 Uhr: Retz - Waidhofen/Thaya (Cerimagic), St. Peter/Au - Langenrohr (Gmeiner), Ober-Grafendorf - Leobendorf (Ziernwald); 17 Uhr: Traiskirchen - Spratzern (Steiner); 19.30 Uhr: Zwettl - SC Krems (Katona).
Sonntag, 15.30 Uhr: Haitzendorf - Würmla (Wandl).

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