Erstellt am 22. September 2015, 22:17

von Wolfgang Wallner und Florian Braunauer

3:5! Krems scheidet gegen Innsbruck erst in Verlängerung aus. Landesligist liefert dem haushohen Favoriten im Sepp-Doll-Stadion einen packenden Fight. Erst in der Nachspielzeit gingen Schragner & Co. k.o.

120 Minuten alles gegeben! KSC-Coach Stefan Kogler konnte seiner Elf keinen Vorwurf machen. Foto: Horst Sommer  |  NOEN, Horst Sommer
Jede Menge Brisanz, jede Menge Tradition: Bei der Neuauflage des ÖFB-Cupfinales 1988 hatte diesmal Wacker Innsbruck die Favoritenrolle inne. Doch der Profiklub kam bei Landesligist Krems gehörig ins Schwitzen.

Dazu trug schon der Spielverlauf bei. Erwin Denk stocherte die Kugel schon nach drei Minuten über die Linie – und der KSC wollte mehr. Mit konsequentem Pressing setzten die Schützlinge von Stefan Kogler Wacker unter Druck, provozierten Fehler im Spielaufbau.

Erste Halbzeit gehörte den Kremser Hausherren

Die Kremser gingen ein hohes Tempo, kamen durchaus zu Möglichkeiten. KSC-Schlussmann Markus Posch musste nur einmal in extremis eingreifen, rettete gegen Gründler.

Umso bitterer aus Kremser Sicht der Ausgleich: Alex Gründler holte nach einem „Stolperer“ im Strafraum einen Penalty heraus. Den verwandelte der Ex-Wr. Neustädter Christoph Freitag zum 1:1.

Die Tiroler hatten jetzt deutlich Oberwasser, kamen etwas glücklich zum Führungstreffer. Keeper Posch wurde angeschossen, wehrte ab, Florian Bayer bekam die Kugel ins Gesicht – und von dort ging sie ins Tor. Nun hätte wohl kaum jemand einen Cent auf Krems gesetzt

Schragner bringt KSC in die Nachspielzeit

Doch der KSC kam zurück. Durch einen etwas strittigen Elfer, als Miro Slavov mit Gegenspieler Siller kollidierte. „Ausgleichende Gerechtigkeit“, fanden die Platzherren. Und ließen sich die Chance nicht entgehen.  Spielmacher Christian Schragner brachte mit eisernen Nerven vom Punkt seine Kremser in die Nachspielzeit.

Dort war aber bald Schluss mit der Herrlichkeit, auch weil der eingewechselte Christoph Weber für ein bloß gelbwürdiges Foul vom Feld musste. Armin Hamzic (95.) scheiterte noch am Pfosten, doch wenige Augenblicke später drehte Daniel Rosenbichler jubelnd ab. Fünf Minuten später stockte Thomas Hirschhofer die Gästeführung auf 2:4 auf.

„Chancenauswertung machte den Unterschied“

Der eingewechselte Patrick Hackl machte es noch mal spannend, spitzelte die Kugel an Keeper Grünwald ins Tor. Elf Minuten waren noch spielen, auch die Tiroler nach Gelb-Rot für Riemann nur mehr zu zehnt.

Die Heimischen versuchten es einmal mehr, kassierten allerdings nach einem schlimmen Defensivpatzer durch Rosenbichler das 3:5.

„Den Unterschied hat nur die Chancenauswertung gemacht, da sind die Innsbrucker als Profimannschaft natürlich kaltblütiger“, kann Krems-Coach Stefan Kogler seinen Kickern keinen Vorwurf machen.

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SC Steiner Tor Krems – FC Wacker Innsbruck 3:5 nach Verlängerung (2:2; 1:0).

Tore: 1:0 (3.) Denk, 1:1 (51., Foulelfmeter) Freitag, 1:2 (76., Eigentor) Bayer, 2:2 (85., Foulelfmeter) Schragner, 2:3 (96.) Gründler, 2:4 (101.) Hirschhofer, 3:4 (109.) Hackl, 3:5 (118.) Rosenbichler.

Rote Karte: (92., Foul) Weber.- Gelb-Rot: (107., Unsportlichkeit) Riemann.

Gelb: (42., Unsportlichkeit) Bayer, (51., Unsportlichkeit) Temper, (110., Foul) Denk; (17., Unsportlichkeit) Rosenbichler, (27., Unsportlichkeit) Hauser, (73., Unsportlichkeit) Riemann, (90.,  Kritik) Freitag, (105., Foul) Tekir.

Krems: Posch – Schmircher, Bauer (79. Hackl), Bayer, Schütz – Denk – Temper (68. Weber), Schragner, Marschall, Fertl (97. Fekete) – Slavov.

Innsbruck: Grünwald - Lercher, Hauser, Siller, Rosenbichler - Renner (Jamnig 79.), Hamzic, Freitag, Gründler (Tekir 104.) - Riemann - Hirschhofer (Hölzl 108.).

Sepp-Doll-Stadion, 2.000.- SR: Schüttengruber.