Erstellt am 12. September 2015, 00:57

von Michael Salzer

Langenrohr dominierte, Zwettl hatte Glück. Die Langenrohrer beherrschten den Edelhofer Rasen, die Zwettler kamen trotzdem zur schmeichelhaften Punkteteilung.

Besonders groß war sie sichtlich nicht, die Freude über den Langenrohrer Punktgewinn in Zwettl.  |  NOEN, Michael Salzer

ZWETTL - LANGENROHR 1:1. In diesem Landesliga-Match kamen gleich mehrere Gesetzmäßigkeiten des Fußballs zur Geltung. Zum Beispiel: Vergibt man viele gute Chancen, rächt sich dies am Schluss. Oder: Wer den Punkten verzweifelt hinterher rennt, dem bleibt das Pech längerfristig treu.
 



Wer die drei Zähler dringender brauchen kann, war deutlich erkennbar: Der SV Langenrohr setzte – dem Tabellenstand zum Trotz – die trägen Zwettler vom Anpfiff weg massiv unter Druck, erspielte auch drei Top-Chancen. Zwei davon vergab Marco Friedrich (23./37.), ein Schuss von Robert Gruberbauer landete am Pfosten (26.). Schließlich gelang den Gästen doch das hochverdiente Führungstor: Ein Friedrich-Schuss wurde entscheidend abgefälscht, flog im hohen Bogen über SCZ-Goalie Martin Schlögl – 0:1 (40.). Auf der anderen Seite strich ein Flugkopfball von Thomas Müllner knapp am langen Eck (44.).

Metz: "Ein paar Prozent haben gefehlt"

Der Seitenwechsel brachte keinerlei Veränderungen mit sich. Die Gäste agierten um die entscheidenden Prozent bissiger und konsequenter, blieben weiterhin spielbestimmend. Die Zwettler Offensivkräfte waren kaum als solche erkennbar, fanden überhaupt nicht ins Spiel.

Ausgerechnet bei der einzigen gelungenen Aktion der Heimelf im zweiten Durchgang – Florian Metz köpfelte nach Eckball ein – sah Schiedsrichter Duro Orsolic einen Regelverstoß (61.). Als die Heimpleite tatsächlich schon besiegelt schien, landete das Spielgerät, nach abgewehrtem Havelka-Schuss, vor den Füßen von Thomas Müllner. Und dieser produzierte schon sein drittes Tor für den SC Zwettl in Serie – 1:1 (90.).
„Natürlich ist es ein glücklicher Punkt für uns“, gab Verteidiger Florian Metz zu. „Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen, weil uns ein paar Prozent gefehlt haben – ohne die hast du keine Chance in der Landesliga."