Erstellt am 18. September 2015, 10:40

von Fritz Hauke

Offene Rechnung mit Austria Lustenau. Wiener Neustadt will in das zweite Quartal mit einem vollen Erfolg starten. Gegen Austria Lustenau ist Wiedergutmachung für die Auftaktniederlage angesagt. Anpfiff: Heute, Freitag, 18.30 Uhr.

Markus Rusek und der SC Wiener Neustadt mussten sich gegen Lustenau mit 3:1 geschlagen geben.  |  NOEN, Franz Baldauf

„Nicht schon wieder!“, dachten sich wohl alle beim SC Wiener Neustadt. Quasi mit dem ersten Angriff holt Lustenau einen Elfmeter heraus – so wie drei Tage zuvor Innsbruck. Doch anders als gegen die Tiroler war das eine Fehlentscheidung: Lustenaus Wießmeier rutscht aus, Neustadts Rusek steht daneben – und der Schiedsrichter pfeift.

Die Vorarlberger nahmen das Geschenk an, 1:0. Wiener Neustadt in der Folge mit dem Mut der Verzweiflung und guten Aktionen im Angriffsdrittel. Den dicksten Sitzer hatte Maderner. Aus kurzer Distanz scheitert er an Chrstian Knett, der Austria-Goalie durfte mit einer Fuß-Abwehr glänzen.

Auf der anderen Seite stellten die Gäste eiskalt auf 2:0: Wiessmeier lässt seine Neustädter Bewacher stehen und knallt aus spitzem Winkel Domenik Schierl aus dem Tor heraus. Der SC unter Schock. Sportchef Günter Kreissl griff ein, brachte Mirza Jatic für Andreas Pfingstner und sortierte die Hintermannschaft neu. Wiener Neustadt in der Folge kompakter, Torraumszenen waren auf beiden Seiten Mangelware. Lustenau verlegte sich auf's Verwalten.

Schlusspunkt gehörte Lustenau

Nach den Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Lustenau mit mehr Spielanteilen, Wiener Neustadt ohne zündende Idee in der Offensive. Bei einem Rusek-Kofpball rettete für die Gäste das Aluminium, auf der anderen Seite hatten die Lustenauer ebenfalls zwei Hochkaräter. Beide Male fehlte nicht viel.

Takougnadi von der Strafraumgrenze, Rusek per Kopf nach einem Saurer-Eckball – die Neustädter Offensivbemühungen wurden mehr. Und plötzlich: Hoher Ball auf Maderner, der bedient Mario Stefel – und der eingewechselte Youngster drischt die Kugel unhaltbar ins Kreuzeck. Als hätte er schon 200 Bundesliga-Partien am Rücken – ganz, ganz staubig….

Die Gastgeber rochen Lunte, drängten auf den Ausgleich. Maderner traf mit einem schönen Schuss nur die Querlatte (91.). Doch der Schlusspunkt gehörte Lustenau: Dossou machten den Deckel drauf - 3:1.

SC WIENER NEUSTADT - AUSTRIA LUSTENAU (0:2).

Tore: 0:1 (4.) Wiessmeier, 0:2 (17.) Wiessmeier, 1:2 (78.) Stefel.
Gelbe Karten: Fischer, Maderner; Durmus.
Wiener Neustadt: Schierl; Rusek, Mally, Pfingstner (21., Jatic), Yavuz; Duran (71., Stefel), Sittsam; Seebacher (60., Seebacher), Fischer, Takougnadi; Maderner.
Lustenau: Knett; Sakic (51., Tursch), Stückler, Kreuzriegler, Durmus; Grabher, Bolter; Dossou, Wießmeier, Chabbi (46., Aschauer) ; De Lima Silva.
Stadion Wiener Neustadt, 820.- SR: Altmann.

Lesen sie den Vorbericht auf Seite 2: 

Der Vorbericht:

Leistung ja, Ergebnis nein - gegen Tabellenführer Wacker Innsbruck schlugen sich die Wiener Neustädter gut, fingen sich aber zwei vermeidbare Gegentore ein. Trotz ansprechender Darbietung stand der SC mit leeren Händen da. Sportchef Günter Kreissl sah "eine Steigerung im Vergleich zum 0:2 gegen St. Pölten."

x  |  NOEN, Mathias Schranz
Diese Steigerung soll jetzt gegen Austria Lustenau fortgesetzt und mit einem Punktegewinn gekrönt werden. Wie wichtig ein Sieg wäre, wird bei einem Blick auf die Tabelle deutlich. Wiener Neustadt liegt auf einem Abstiegsplatz, die Vorarlberger mit drei Punkte davor am rettenden Ufer. Eine Partie der Kategorie "richtungsweisend"....

Nicht mit dabei sein werden die Verletzten Julian Salamon und David Harrer, auch Danijel Klaric ist angeschlagen.