Erstellt am 07. Oktober 2015, 14:11

von Peter Sonnenberg und David Aichinger

Endlich wieder Derbytime in Neusiedl. Am Samstag kommt es nach anderthalb Jahren der Pause wieder zum Weinviertler Traditionsduell der Neusiedler mit Hohenau.

Jubel über Derbysieg. Klosterneuburg siegt am vergangenen Wochenende in einem Torspektakel mit 5:4 gegen Gablitz.  |  NOEN, Daniel Wertheim
560 Tage warten sind vorbei – am Samstag steigt wieder das Derby zwischen Neusiedl und Aufsteiger Hohenau. Keine zehn Kilometer trennen die beiden Ortschaften und auch in der Tabelle liegen die beiden Vereine aus dem Bezirk Gänserndorf dicht beisammen. Und sind voller Selbstvertrauen: So haben die Gastgeber die letzten beiden Spiele gewonnen, vor allem dank ihrer Stärken bei Standards. Trotzdem weiß Coach Sedat Sahin: „Das wird schwer werden, für Hohenau aber auch.“

Wenngleich die Gäste mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen im Gepäck anreisen, ebenfalls in Form sind. Auch dank Toni Saric, dessen Freistöße mittlerweile eine echte Waffe der Hohenauer ist.

Tulln hat wieder Blut geleckt

Tabellenführer Lassee will nach der ersten Saisonniederlage gegen Laa in Absdorf wieder zurück auf die Siegerstraße. Das geht laut Trainer Gerald Schalkhammer, in dem man sich wieder auf die eigene Stärke fokussiert. Für den ersten Verfolger aus Tulln sollten gegen Korneuburg ebenfalls drei Punkte her. „Jetzt sind wir wieder am Start! Doch wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen“, freute sich Tullns sportlichem Leiter Werner Öllerer über den Lasseer Ausrutscher.

Auch Langenlebarn hat als Dritter das Thema Herbstmeistertitel noch nicht abgehakt. „Aber wir schauen trotzdem nur von Spiel zu Spiel“, so der sportliche Leiter Günter Flehberger. Das dauert allerdings noch, sind die Langenlebarner doch spielfrei. Ganz im Gegensatz zu Laa, das nach dem Überraschungscoup auch nach oben schielt. Gegen krisengebeutelte Protteser soll der nächste „Dreier“ her. Für deren Neo-Coach Philip Haubner ist die aktuelle Unserie kein Grund die Brechstange auszupacken: „Wir wollen mit Flachpass-Spiel endlich zum Erfolg.“

„Heuer könnte es eng werden“

Noch tiefer im Abstiegssumpf versinken die Marchegger. Als Vorletzter gab es zuletzt drei Niederlagen am Stück. Im Heimspiel gegen den starken Aufsteiger aus Sierndorf wird es nicht leichter werden. „In den letzten Jahren gab es immer noch Teams, die schwächer waren als wir, heuer könnte es aber eng werden“, so ein ratloser und etwas verzweifelter Obmann Torsten Chladek.

Auch Obritz steckt mitten im Abstiegskampf, mit fünf Niederlagen in acht Spielen, davon vier in Folge, ist der Wurm drin. „Wir haben Qualität, aber die können wir derzeit nicht zeigen“, seufzt Trainer Azir Karic. Schließlich steht auch Gablitz gegen unter Druck: „„Wir stehen gegen Enzersfeld mit dem Rücken zur Wand — es herrscht Siegespflicht!“, so Trainer Roman Pichler.

Gebietsliga Nord/Nordwest

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Lassee 9 7 1 1 21:8 13 22
2 Tulln 8 6 1 1 15:5 10 19
3 Langenlebarn 9 6 0 3 22:12 10 18
4 Enzersfeld/W. 8 5 1 2 18:10 8 16
5 Laa/Thaya 8 5 1 2 15:10 5 16
6 SG Klosterneuburg 8 4 1 3 18:19 -1 13
7 Sierndorf 8 3 2 3 14:15 -1 11
8 Hohenau 8 3 2 3 11:19 -8 11
9 Gablitz 9 2 4 3 16:15 1 10
10 Neusiedl/Z. 8 3 0 5 14:12 2 9
11 Korneuburg 9 2 3 4 12:13 -1 9
12 Prottes 9 2 1 6 9:18 -9 7
13 Obritz 8 2 1 5 11:23 -12 7
14 Marchegg 9 1 3 5 11:20 -9 6
15 Absdorf 8 1 1 6 11:19 -8 4

Die nächste Runde:


Samstag, 15.30 Uhr: Tulln - Korneuburg (Schachner), Marchegg - Sierndorf (Öztürk); 18 Uhr: Laa/Thaya - Prottes (Holub); 18.30 Uhr: Neusiedl/Z. - Hohenau (Fuchs); 20:00 Uhr: Obritz - SG Klosterneuburg (Deimel).

Sonntag, 15.30 Uhr: Absdorf - Lassee (Poxhofer), Gablitz - Enzersfeld/W. (Madlberger).
 

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