Erstellt am 10. September 2015, 11:02

von Marcel Schindl

Der eine Tscheche fehlte, der andere netzte. Während Karlstein ohne Torjäger Skalnik chancenlos blieb, scorte Geras-Legionär Galia drei Mal. Schwarzenauer Siegeszug rollt weiter.

Thaya (li. Philipp Reiterer) bog mit einem Elfmeter auf die Siegesstraße ein, Groß Siegharts (am Ball: Harald Hayduck) fuhr mit leeren Händen heim.  |  NOEN, Franz Streicher
Frust herrschte bei Karlstein-Obmann Walter Hausberger nach dem schwachen Auftritt des USV gegen Geras: „Das war, mit Ausnahme unseres Tormanns, kollektives Versagen.“ Geras hatte somit wenig Mühe, den deutlichen Auswärtssieg einzufahren. Sonderlob gab es nach dem Spiel von Geras-Obmann Markus Neunteufl für Legionär und Dreifach-Torschützen Tomas Galia: „Seine Leistung war reif für die Landesliga.“
Das Maß aller Dinge in der Liga bleibt der ESV Schwarzenau, das sich auch von Drosendorf nicht stoppen ließ. Allerdings täusche das Ergebnis laut Drosendorf-Sektionsleiter Gerhard Arthaber: „Wir haben bis zum 1:3 gut mitgespielt.“ Vor allem defensiv war der UFC gut organisiert, am Ende setzte sich aber die Klasse der Schwarzenau-Legionäre durch: Pavol Straka und Peter Pruzinec scorten jeweils doppelt.

Kuriose letzte Minuten

Kurios verliefen die letzten Minuten der ersten Hälfte bei Thaya gegen Groß-Siegharts: Zunächst bekam Thaya einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, Zdenek Chmelik ließ sich nicht zweimal bitten und traf zur Thaya-Führung. Nur wenige Augenblicke gab es im Thaya-Strafraum nach einem Foul an Andre Sindl-gruber ebenfalls Elfmeteralarm – die Pfeife blieb aber stumm. „Für uns war es Glück, dass der Schiedsrichter den Elfmeter nicht gegeben hat“, meinte sogar Thaya-Schriftführer Rainer Neuwirth. Siegharts-Sektionsleiter Heinz Gisi akzeptierte die Entscheidung als fairer Sportsmann: „Es ist eben eine Tatsachen-Entscheidung.“ Im wenig berauschenden Spiel machte Chmelik mit seinem zweiten Streich alles klar für Thaya.

Christian Mold avancierte zum Held des Tages

Langau verließ nach einem total ausgeglichenen Spiel gegen Allentsteig mit einem 1:0-Sieg den Platz siegreich. Christian Mold avancierte mit einem Freistoß in den Schlussminuten zum Held des Tages. „Für uns ist der Sieg aufgrund des späten Tores nicht unglücklich“, freute sich Langau-Obmann Dietmar Haller.
Auch Irnfritz bestritt sein Auswärtsspiel in Mallersbach erfolgreich, beim 2:1-Sieg tat sich die Fettinger-Truppe vor allem in Hälfte eins extrem schwer. In Hälfte zwei brachte dann der Irnfritzer Bernhard Blümel die Wende: Beim Ausgleich hatte er seinen Kopf im Spiel, das 2:1 für Irnfritz bereitete er mit einem herrlichen Lochpass mustergültig vor.

Japons und Windigsteig trennten sich leistungsgerecht mit 2:2. Nach 0:2-Rückstand wurden die Hausherren immer stärker, kamen per Elfmeter zum verdienten Ausgleich.

Geras will Schwarzenau einbremsen


Am kommenden Freitag empfangen die Windigsteiger das bislang punktelose Schlusslicht aus Mallersbach. Mit nur einem Zähler ist auch der USV Allentsteig enttäuschend ins neue Spieljahr gestartet – und jetzt schaut Thaya, die aktuelle Nummer zwei, vorbei. Spannung verspricht das Duell zwischen Groß-Siegharts und Japons: Beide Teams zählen zur Mittelklasse, der Sieger der Begegnung kann an die oberen Plätze anschließen.
„Ich hoffe, dass es ein Ausrutscher war“, polterte Karlstein-Obmann Walter Hausberger nach dem verlorenen Heimspiel gegen Geras.

Karlstein auf Wiedergutmachung aus

Karlstein ist in Irnfritz also auf Wiedergutmachung aus: Kein leichtes Unterfangen beim Vierten. Allerdings kann Karlstein wieder auf die gegen Geras gesperrten Georg Premm und Michal Skalnik zurückgreifen – der neue tschechische Torjäger fehlte im Angriff an allen Ecken und Enden.

Im Spiel Drosendorf (10.) gegen Langau (9.) treffen zwei Tabellen-Nachbarn aufeinander. Während Langau aber gegen Allentsteig den ersten Saisonsieg feiern konnte, wartet der UFC noch auf den ersten Dreier. Betrachtet man die bisherige Torausbeute der beiden Teams, müssen sich die Zuseher wohl mit einer trefferarmen Partie begnügen. Besonder kurios: Alle vier Saison-Treffer für Drosendorf fielen aus Strafstößen.

Spitzenspiel zwischen Geras und Schwarzenau

Den krönenden Abschluss der Runde bildet das Spitzenspiel zwischen Geras und Schwarzenau. Geras-Sektionsleiter Lukas Bühler erinnert sich dabei an die letzte Saison: „Da haben wir Dobersberg auch als einzige Mannschaft im Herbst einen Punktverlust zufügen können. Für uns ist es schon ein Erfolg, wenn wir ungeschlagen bleiben.“ Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, ist wohl allen klar: Schwarzenau stellt mit 16 Toren den besten Angriff, zugleich mit nur fünf Gegentoren die beste Defensive der Thayatal-Liga.

2. Klasse Waldviertel Thayatal

Rang Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1   Schwarzenau 4 4 0 0 16:5 11 12
2 (+2) Thaya 4 2 2 0 11:6 5 8
3 (+4) Geras 4 2 1 1 13:7 6 7
4 (+2) Irnfritz 4 2 1 1 10:7 3 7
5 (-2) Japons 4 2 1 1 8:7 1 7
6 (-4) Karlstein 4 2 0 2 8:12 -4 6
7 (-2) Großsiegharts 4 1 2 1 4:5 -1 5
8   Windigsteig 4 1 2 1 6:8 -2 5
9 (+1) Langau 4 1 2 1 4:6 -2 5
10 (-1) Drosendorf 4 0 2 2 4:9 -5 2
11   Allentsteig 4 0 1 3 5:10 -5 1
12   Mallersbach 4 0 0 4 5:12 -7 0

 


Die nächste Runde:

Freitag, 20.30 Uhr: Windigsteig - Mallersbach (Sevcik).

Samstag, 16.30 Uhr: Allentsteig - Thaya (Deim), Groß-Siegharts - Japons (J. Duran); 20 Uhr: Irnfritz - Karlstein (Schöber).

Sonntag, 16.30 Uhr: Drosendorf - Langau (G. Dangl), Geras - Schwarzenau (Paleskic).

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