Erstellt am 01. Oktober 2015, 09:25

von Claus Stumpfer

Traisen und Radlberg sind drauf und dran davonzuziehen. Mit dem Derbysieg über Pottenbrunn, der erst in den Schlussminuten fixiert werden konnte, hat sich Radlberg als erster Herausforderer von Traisen etabliert. Mit einem Sieg in Böheimkirchen wollen Fallmann und Co nachlegen. Traisen muss nach Pottenbrunn, das seine Wunden leckt.

Mario Pemmer und die Radlberger hatten nach dem Ausgleich keine Zeit, wollten die drei Punkte und krönten am Ende tatsächlich die begeisternde Aufholjagd im Derby gegen Pottenbrunn - 4:3-Sieg nach 0:3 zur Pause!  |  NOEN, Claus Stumpfer
Nach der bitteren 3:4-Derbyniederlage auswärts in Radlberg, bei der man in den Schlussminuten noch eine 3:0-Pausenführung verspielt hat, empfängt Pottenbrunn nun am Samstag (15.30 Uhr) Tabellenführer Traisen. „Nicht gerade der ideale Gegner, um die Wunden zu lecken, aber wir müssen aufstehen, und können mit einem Sieg uns doch weiter im Spitzenfeld etablieren“, weiß aber auch Trainer Walter Buchberger, dass verlieren verboten ist. Rene Macourek kehrt nach seiner Sperre wieder in Traisens Kader zurück. „Ich glaube, das wird ein ganz schwieriges Auswärtsspiel, da treffen zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander an“, erklärt Traisens Trainer Martin Simader, spekuliert aber dennoch mit drei Punkten. „Wir sind momentan sehr stark drauf, das sollte sich ausgehen!“

Auch der Tabellenzweite Radlberg fährt mit breiter Brust zum Spiel am Samstag (15.30 Uhr) in Böheimkirchen. Die Hausherrn konnten sich zuletzt zwar ausrasten – sie waren spielfrei – doch die Art und Weise, wie das Derby letzte Woche gegen Pottenbrunn gewonnen werden konnte, hat die Radlberger natürlich euphorisiert. „Den Schwung der zweiten Halbzeit müssen wir mitnehmen, dann ist mir auch in Böheimkirchen nicht bang“, weiß Spielmacher Jochen Fallmann aber, dass die Mannschaft das Gesicht der ersten Halbzeit besser nicht zeigt – „weil sonst wird es auch in Böheimkirchen schwer.“

Obwohl die Verletztenliste bei Türnitz durch Manfred Hintermayer verlängert wird, ist Türnitz-Coach Martin Stupphann für das Derby daheim gegen Hohenberg trotzdem vorsichtig optimistisch. „Es kann sein, dass der eine oder andere Spieler wieder fit wird, aus heutiger Sicht aber ist das schwer einzuschätzen“, hatte er in den letzten Partien schon mit einem sehr dezimierten Kader zu kämpfen. „Dennoch haben wir keinen schlechten Fußball gespielt“, hofft er auf einen vollen Erfolg. Hohenberg kann aber aus dem Vollen schöpfen. „Das wird eine interessante Partie, jeder Ausgang ist möglich“, verspricht Mark Bachler, dass sich seine Elf nicht verstecken wird. „Wir spielen unser Spiel!“

Harland hat letzte Woche mit einem klaren Auswärtsieg bei Sturm 19, der mit 4:0 auch in der Höhe völlig klar ging, die Rote Laterne abgegeben, und endlich die durchaus ansprechenden Leistungen, die heuer schon gezeigt wurden, in Punkte ummünzen können. „Jetzt müssen wir daheim gegen St. Aegyd nachlegen“, glaubt Obmann Heinzl, dass es sich bei den Traisentalern am Sonntag (15.30 Uhr) um einen Gegner handelt, der derzeit durchaus bezwingbar ist. Bei den St. Aegydern muss Trainer Gerhard Eckel auf den gesperrten Mathias Schmid verzichten und weiß: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, müssen punkten, um den Anschluss nicht ganz zu verlieren. „ Auch er glaubt aber, dass sich die Mannschaft bislang unter Wert verkauft hat und will die Leistung endlich belohnt sehen.

Den ersten Pflicht-Dreier ließ Eichgraben in Hohenberg aus, gegen Sturm 19 soll dieser am Freitag (19.30 Uhr) nachgeholt werden. „Wir dürfen nicht immer alles schönreden — wenn wir vorn dabei sein wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen“, weiß Trainer Fritz Janka, der personell weiter nahezu aus dem Vollen schöpfen kann - einzig Joseph Grech fehlt. Er fasste nach seiner roten Karte im Derby gegen Maria Anzbach eine Drei-Spiele-Sperre aus. „Gegen das Schlusslicht darf das aber keine Rolle spielen“, fordert Janka von seinen Spielern einen klaren Sieg, um Wiedergutmachung bei den Fans zu leisten.

„Technisch hochtrabend wird die Partie wohl nicht“, glaubt Maria Anzbachs Obmann Heinz Horn an ein kampfbetontes Derby am Sonntag (15.30 Uhr) in Altlengbach. „Vor dem schnellen Masak müssen wir aber auf der Hut sein - wenn uns das gelingt, bin ich guter Dinge, dass wir die Partie für uns entscheiden.“ Christian Bauer, Altlengbachs sportlicher Leiter, hält dagegen: „Zuhause müssen normalerweise wir gewinnen!“

2. Klasse Traisental

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Traisen 7 6 1 0 26:7 19 19
2 Radlberg 7 5 2 0 19:10 9 17
3 Pottenbrunn 6 4 1 1 23:12 11 13
4 Maria Anzbach 7 4 1 2 17:14 3 13
5 Schönfeld/T. 7 3 1 3 18:22 -4 10
6 Hohenberg 5 2 2 1 19:11 8 8
7 Eichgraben 7 2 2 3 14:12 2 8
8 Böheimkirchen 6 2 1 3 12:15 -3 7
9 Türnitz 6 2 1 3 11:15 -4 7
10 Altlengbach 6 1 1 4 7:14 -7 4
11 Harland 7 1 1 5 8:21 -13 4
12 St. Aegyd 5 0 3 2 8:13 -5 3
13 Sturm 19 St. Pölten 6 0 1 5 4:20 -16 1

Die nächste Runde:

Freitag, 19.30 Uhr: Eichgraben - Sturm 19 St. Pölten (Luco).

Samstag, 15.30 Uhr: Böheimkirchen - Radlberg (M. Pinnisch), Pottenbrunn - Traisen (Sevcik), Türnitz - Hohenberg (L. Müllner).

Sonntag, 15.30 Uhr: Altlengbach - Maria Anzbach (G. Wieder), Harland - St. Aegyd (Pottendorfer).

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