Erstellt am 24. September 2015, 09:14

von Claus Stumpfer

Traisen möchte Vorsprung ausbauen. Wienerwaldklubs gegen den Lilienfelder Bezirk lauten die Duelle in dieser Woche, nur die Hauptstadt-Klubs bleiben unter sich. Sowohl das Derby der Vorstadtklubs Radlberg und Pottenbrunn, als auch jenes der Schlusslichter Sturm 19 und Harland verspricht Spannung - im ersten geht es darum, wer an der Tabellenspitze dran bleiben kann, im zweiten um die rote Laterne.

Die Maria Anzbacher mit Philipp Trestler (vorne, gegen Amel Koldzic) mussten sich beim Nachbarn Eichgraben zuletzt 1:3 geschlagen geben. Diese Woche empfängt man Türnitz und hofft auf die Heimstärke.  |  NOEN, Romeo Felsenreich

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Nach Pottenbrunn und Radlberg geht es für die Altlengbacher am Samstag (17.30 Uhr) gegen den Dritten aus dem Spitzenfeld der Liga. Obmann Stellvertreter Fritz Kristl hofft, dass man vielleicht dem Tabellenführer und haushohen Titelfavoriten ein Bein stellen kann. „Wenn wir hinten kompakt stehen und im Abschluss ein bisschen Glück haben, ist in Traisen vielleicht eine Überraschung möglich.“ Tabellenführer Traisen muss auf den gesperrten Rene Macourek verzichten. "Ich glaube, dass Altlengbach ein defensiver spielender, unangenehmer Gegner sein wird“, baut Traisens Trainer Martin Simader wieder auf eine konzentrierte Leistung seiner Spieler, um die bekannte Heimstärke tatsächlich voll ausspielen zu können.

Christian Hasenberger als neuer Chefcoach präsentiert

Die Schönfelder haben in der Trainerfrage nun doch rascher gehandelt, als von ihrem sportlichen Leiter Andi Barta ursprünglich behauptet. Obwohl Co-Trainer Alex Eder als Interimslösung nach dem Rücktritt Mölzers drei Siege einfuhr – zuletzt 3:0 daheim gegen Sturm 19 – wurde nun Christian Hasenberger als neuer Chefcoach präsentiert. Der hat bereits Pottenbrunn und zuletzt Getzersdorf (Rauswurf, nachdem im Meisterschaftsfinish der Titel doch noch ganz knapp verspielt worden war) gecoacht und möchte die Favoritenrolle gegen St. Aegyd am Samstag (15.30 Uhr) nicht annehmen, hofft aber natürlich, mit einem vollen Erfolg in seinen neuen Trainerjob zu starten: „Das wäre für die Stimmung natürlich schön.“ Barta warnt: „Zwar haben wir zuletzt in St. Aegyd gewonnen, sonst aber meist ganz schlecht ausgeschaut“, spricht er sogar von einem Angstgegner, der aus heutiger Sicht auch komplett sein dürfte. „Schönfeld ist leichter Favorit, aber zu Hause rechne ich mir was aus“, weiß St. Aegyds Trainer Gerhard Eckel, dass man endlich anschreiben muss.

Maria Anzbacher Personaldecke bleibt angespannt

Die Maria Anzbacher Personaldecke bleibt auch in den kommenden Wochen angespannt. „Zumindest drei Wochen müssen wir noch überstehen“, meint Obmann Heinz Horn. Sorgen, dass er am Samstag gegen Türnitz (16 Uhr) keine elf Spieler auf den Platz schicken kann, hat er aber nicht. „Wir haben genug Junge, die jederzeit nachrücken können - wir stecken den Kopf nicht in den Sand und spielen zuhause immer auf Sieg.“ Maria Anzbach hat zwar vorige Woche verloren, gilt aber auch heuer als heimstarke Mannschaft. „Das wird wieder eine schwere Partie, mit einer guten Leistung ist aber sicher was zu holen“, gibt sich Türnitz-Trainer Martin Stupphann vorsichtig optimistisch.

Eichgraben will nachlegen

Nach dem Derbyerfolg will Eichgraben am Samstag in Hohenberg (16 Uhr) nachlegen. Wieder mit dabei ist Mehmet Ciftcisoy. Leicht wird es trotzdem nicht, glaubt Eichgrabens sportlicher Leiter Ernst Lissi: „Hohenberg pflegt ein sehr körperbetontes Spiel, was uns überhaupt nicht liegt. Wir müssen aber lernen, damit umzugehen. Ein bis drei Punkte sind das Ziel.“ Auch Hohenberg kann sein Heimspiel mit dem vollen Kader bestreiten. „Eichgraben ist eine gefährliche Mannschaft. Wenn wir die Leistung konstant über die Spielzeit bringen können bin ich aber optimistisch“, meinte Mark Bachler.

Zwei Derbys im St. Pöltner Raum

Zwei Derbys stehen am Samstag im St. Pöltner Raum an, wobei Radlberg gegen Pottenbrunn um 16 Uhr besondere Brisanz verspricht. „Radlberg wird nochmal schwieriger als Böheimkirchen, vor allem weil wir auswärts spielen, aber leicht ist es gegen die Nachbarn nie“, weiß Potten brunns Coach Walter Buchberger, der auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. „Wir bereiten uns genauestens auf Pottenbrunn vor, das werden sie aber auch bei uns machen“, ist Radlbergs Trainer Bekir Fejzic überzeugt, dass Fallmann und Co für drei Punkte alles geben müssen.“ Auch in Radlbergs sind aus heutiger Sicht alle an Bord.

Duell um die Rote Laterne

Wer die Rote Laterne am Ende des Herbstdurchgangs hält, könnte bereits am Samstag (18 Uhr) bei Sturm 19 im Duell mit Harland entschieden werden, wenn die beiden punktegleichen Schlusslichter aufeinandertreffen. Harlands Obmann Anton Heinzl weiß, dass die beiden Teams momentan auf Augenhöhe agieren. „Es ist ein Derby und es geht um die rote Laterne, das gibt den Spielern hoffentlich Motivation genug“, hofft er. Sinan Özer ist verletzt. Sturm 19 Trainer Baris Köse verlangt von seinen Spielern, endlich Dreck zu fressen, um eine Chance zu haben. „Manche glauben an uns als Team, manchen muss man es aber erst einreden, dass wir Harland schlagen können“, sind derzeit keine Ausfälle bekannt.

Böheimkirchen ist spielfrei.

2. Klasse Traisental

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Traisen 6 5 1 0 22:6 16 16
2 Radlberg 6 4 2 0 15:7 8 14
3 Pottenbrunn 5 4 1 0 20:8 12 13
4 Maria Anzbach 6 3 1 2 15:13 2 10
5 Schönfeld/T. 6 3 0 3 15:19 -4 9
6 Hohenberg 4 2 1 1 19:11 8 7
7 Eichgraben 6 2 1 3 14:12 2 7
8 Böheimkirchen 6 2 1 3 12:15 -3 7
9 Türnitz 5 2 1 2 10:13 -3 7
10 Altlengbach 5 1 1 3 6:10 -4 4
11 St. Aegyd 4 0 2 2 5:10 -5 2
12 Sturm 19 St. Pölten 5 0 1 4 4:16 -12 1
13 Harland 6 0 1 5 4:21 -17 1
 

Die nächste Runde:

Samstag, 15.30 Uhr: St. Aegyd - Schönfeld/T. (Viljusic); 16 Uhr: Hohenberg - Eichgraben (Gürses), Maria Anzbach - Türnitz (Govedarevic), Radlberg - Pottenbrunn (Rauschmayr); 17.30 Uhr: Traisen - Altlengbach (A. Wimmer); 18 Uhr: Sturm 19 St. Pölten - Harland (W. Leonhartsberger).

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