Erstellt am 10. September 2015, 08:56

von Wolfgang Wallner

Bergern bleibt das Team der Stunde. Wisberger-Elf zieht mit Konterqualitäten auch Spitz den Zahn. Die weiße Weste sitzt wie angegossen. Nur die wieder erstarkten Felser können zur Zeit Paroli bieten.

Abflug in einer heiß umkämpften Partie: Arnsdorfs Matthias Kunstel (rechts) gegen den Albrechtsberger Wolfgang Fock.  |  NOEN, Horst Sommer
Konter mit Klasse: Das war das Bergerner Erfolgsrezept in Spitz. Während die Heimischen zu nachlässig mit ihren Möglichkeiten zu nachlässig umgingen, defensiv immer mal für einen Patzer gut waren, präsentierte sich das Überraschungsteam cool wie ein Titelkandidat.

„Ein bisserl Glück hatten wir schon in der Spitzer Drangperiode“, analysiert Trainer Erich Wisberger den 4:1-Sieg, „unterm Strich möchte ich aber von einem verdienten Sieg sprechen.“ Geht die Superserie gegen Getzersdorf weiter?

Traismauer bleibt auf Kurs

Senftenberg war kein Stolperstein für Traismauer. Ein Maier-Doppelpack war der Grundstein für einen nie gefährdeten Erfolg im Kremstal. „Wir wären sehr froh, wenn wir unseren Lauf fortsetzen können“, hofft Martin Ratheyser, Traismauers sportlicher Leiter. Lichtenau sollte am Wochenende zu packen sein.

Jicinsky-Schock für Getzersdorf

Eigentlich hatte man Richard Jicinsky für die Abteilung Attacke geholt. Der Ex-Rapidler (acht Ostliga-Einsätze für die Amateure) traf in seinen zwei Auftritten für Getzersdorf viermal. Dabei bleibt’s vorerst – Jicinsky erlitt einen schweren Arbeitsunfall und fällt für den Herbst aus.

Dass er dem Titelaspiranten an allen Ecken und Enden fehlt, zeigte sich in Stein. Trotz Feldüberlegenheit kam Getzersdorf über ein 1:1 beim Absteiger nicht hinaus.

Höhenflug hat Methode

Von wegen Underdog! Fels schreibt gegen die noch punktelosen Lichtenauer voll an. Die Matchwinner beim 3:1-Erfolg waren einmal mehr die beiden Super-Neuerwerbung Michal Ondica und Martin Svozil.

Wer hätte sich gedacht, dass nach vier Runden nur das Schlusslicht der Vorsaison und Bergern eine weiße Weste haben.

Stippvisite im Tal der Tränen

Wo’s Gewinner gibt, gibt’s auch Verlierer. Paudorf zeigte nach der Abfuhr gegen Traismauer eine Reaktion, hielt im Duell mit Lengenfeld ganz gut mit. „Einen Punkt hätten sich die Burschen findet“, meint Obmann Manfred Kickinger.

Mario Franzl hatte etwas dagegen, schoss Lengenfeld in Minute 75 zu einem 2:1-Erfolg. „Nicht ganz rund“ läuft’s in Albrechtsberg, räumt Sektionsleiter Christian Strasser ein. Qualität hätte sie ja die Truppe. In Arnsdorf konnte sie diese nicht ausspielen, versiebte zu viele Chancen – und unterlag folgerichtig mit 2:3.

Schafft Mautern die Trendwende?

Arnsdorf etabliert sich weiter als Favoritenschreck. Eine Rolle, die den Kickern vom rechten Donauufer schmeckt – auch im Derby gegen Mautern spekuliert man mit einer Überraschung.

Zum Duell der sieglosen Teams kommt’s in Albrechtsberg. Trotz des Fehlstarts ist der USV aber gegen Paudorf Favorit.
 

2. Klasse Wachau

 

Mannschaft

Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Bergern 4 4 0 0 16:2 14 12
2 Fels 4 4 0 0 14:5 9 12
3 Lengenfeld 4 3 1 0 7:1 6 10
4 Traismauer 4 3 0 1 20:10 10 9
5 Getzersdorf 3 2 1 0 11:4 7 7
6 Arnsdorf 4 2 0 2 9:10 -1 6
7 Stein 4 1 1 2 5:6 -1 4
8 Spitz 3 1 0 2 7:10 -3 3
9 Lichtenau 4 1 0 3 3:13 -10 3
10 Albrechtsberg 3 0 2 1 3:4 -1 2
11 Mautern 3 0 1 2 3:6 -3 1
12 Senftenberg 4 0 0 4 1:12 -11 0
13 Paudorf 4 0 0 4 7:23 -16 0
 

Die nächste Runde:

Samstag, 16.30 Uhr: Fels - Spitz (Steigberger), Mautern - Arnsdorf (Hobbiger); 19.30 Uhr: Lichtenau - Traismauer (Müllauer).
Sonntag, 16.30 Uhr: Albrechtsberg - Paudorf (E. Edinger), Bergern - Getzersdorf (F. Kaya), Lengenfeld - Senftenberg (R. Lanz).

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