Erstellt am 24. September 2015, 02:32

von Christopher Eckl

Wer soll sie stoppen?. Nach dem knappen Sieg im Spitzenspiel bleibt der SV Kirchberg weiterhin makellos. Nun wartet die Pflicht gegen Langschwarza.

Der SV Kirchberg (vorne: Milan Horak) hat derzeit die Konkurrenz fest im Griff. Zuletzt gelang im Spitzenspiel gegen Rappottenstein (hinten: Josef Kramer) ein 2:1-Sieg.  |  NOEN, Christopher Eckl
Der fünfte Saisonsieg im fünften Spiel. Die Tabellenführung mit zwei Zählern Vorsprung auf den ersten Verfolger, bei einem Spiel weniger. All das bedeutete der 2:1-Erfolg über Rappottenstein für den SV Kirchberg am Walde. "Ja, sind denn die überhaupt noch aufzuhalten?" - diese Frage stellt man sich nun bei den übrigen Teams in der "Süd". Ein Blick auf die letzten beiden Spielzeiten lässt den Saisonstart der Bachhofner-Elf durchaus erstrahlen. Zuletzt legte der SV Eibenstein 2013/14 einen ähnlichen Aufgalopp hin (4 Siege in Serie). Der Pferdefuß: Der SV wurde dennoch nicht Meister. In der knappen Vorsaison verbuchten alle Teams spätestens in der vierten Runde eine Punktverlust. Nach rund einem Saisonviertel hieß die Nummer eins dann Bad Großpertholz. Der USC wurde am Ende der Saison - erraten, auch nicht Meister. Den Sekt sollte man in Kirchberg also noch lange nicht einkühlen. Ein Auswärtssieg am Samstag in Langschwarza würde der Konkurrenz aber weitere Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Machacek ist in Pertholz Vergangenheit

Bei obigem Rückblick fiel der Name USC Bad Großpertholz. Von der tollen Vorsaison ist dort nicht mehr viel übrig, letzte Woche trat Coach Ondrej Machacek zurück. Mit Paulus Kitzler auf der Trainerbank erkämpfte der USC ein Remis gegen Kirchschlag. Nun will man in Arbesbach das letztjährige Gastspiel wiederholen. Damals brachten die Pertholzer ein 1:0 über die Zeit.

Trotz des Dämpfers in Bad Großpertholz geht Kirchschlag als großer Favorit ins Derby gegen Ottenschlag. Der USC legte nämlich eine total verkorkste Generalprobe fürs Lokalduell hin, verlor gegen Hoheneich mit 1:5. "Eigentlich haben wir ja nur geblufft, weil uns die Kirchschlager beobachtet haben", scherzte Sektionsleiter Richard Fischer, der gegen die Haie auf gleich vier Stammkräfte verzichten musste.

Martinsberg darf wieder kontern

Bluff oder nicht - die Hoheneicher wollen den Schwung des Kantersieges ins Duell gegen Zwettl II mitnehmen. Auch die junge Wagner-Truppe trat zuletzt ersatzgeschwächt an, kam daheim gegen die SG Brand/Nagelberg über ein 0:0 nicht hinaus. In Brand gastiert am Samstag Martinsberg. Die TSU wird dabei wieder die liebgewonnene Konter-Taktik anwenden. Zuletzt funktionierte diese nicht, weil sich Gegner Großdietmanns selbst hinten reinstellte. Die Martinsberger zeigten sich aber anpassungsfähig und siegten trotzdem mit 3:0. "Wir spielen jetzt schon lange in der selben Besetzung zusammen, das merkt man", kennt Jan Fragner den Grund für die punktemäßige Steigerung seines Teams.

Überhaupt den ersten Zähler der Saison bejubelte Langschlag am Wochenende, Langschwarza wurde ein 1:1 abgetrotzt. Nun düst die Lok nach Großdietmanns, könnte dort mit einem vollen Erfolg an der SVU vorbeiziehen.

2. Klasse Waldviertel Süd

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Kirchberg/Walde 5 5 0 0 14:3 11 15
2 Zwettl KM II 6 4 1 1 17:8 9 13
3 Rappottenstein 6 4 0 2 22:10 12 12
4 Kirchschlag/Waldv. 5 3 2 0 15:7 8 11
5 Hoheneich 5 3 1 1 14:9 5 10
6 Arbesbach 5 2 3 0 15:9 6 9
7 SG Brand/Nagelberg 6 2 1 3 16:16 0 7
8 Martinsberg 5 2 1 2 7:10 -3 7
9 Ottenschlag 6 2 0 4 20:17 3 6
10 Langschwarza 6 1 3 2 7:12 -5 6
11 Gr. Dietmanns 6 1 0 5 3:32 -29 3
12 Langschlag 5 0 1 4 6:13 -7 1
13 Bad Großpertholz 6 0 1 5 7:17 -10 1

Die nächste Runde:

Samstag, 16 Uhr: Arbesbach - Bad Großpertholz (Hobbiger), Gr. Dietmanns - Langschlag (J. Kern), Langschwarza - Kirchberg/Walde (G. Dangl), Brand/Nagelberg - Martinsberg (Fitzinger); 17 Uhr: Hoheneich - Zwettl II (J. Duran).

Sonntag, 16 Uhr: Kirchschlag - Ottenschlag (Kraft).

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