Erstellt am 07. Oktober 2015, 15:38

von Wolfgang Wallner

Aller guten Dinge sind sechs. Von Rohrbach bis Schrems: Sechs Top-Teams kristallisieren sich heraus. Und die gaben sich am Wochenende keine Blöße. Schon beim Siebenten beginnt die Gefahrenzone. Auch im Abstiegsfight zeichnet sich eine heiße Saison ab.

Wieselburgs Schlussmann Harald Schrittwieser hatte beim Derby in Melk vor mehr als 800 Zuschauern jede Menge zu tun.  |  NOEN, Rigler
Die sechs Spitzenmannschaften der 2. Landesliga spielen ein blitzsauberes Wochenende. Besonders zufrieden können die Melker sein – nach einem 5:1 im Prestige-Duell mit Wieselburg. Für die Entscheidung sorgte Marco Leovac, der mit einem Kopfballtreffer zum 4:1 die prompte Antwort auf den Anschlusstreffer der ersatzgeschwächten Braustädter fand. „Eine komische Partie“ war Melks Sektionsleiter Richard Scheidl zwar von der Stimmung, nicht aber vom Match angetan. Was soll’s: Die Bezirkshauptstädter behaupten sich auf Rang zwei, punktegleich mit Rohrbach.

Sensationsaufsteiger strotzt vor Selbstvertrauen

Auf Platz eins macht sich’s Liga-Neuling Rohrbach bequem – auch wenn die Torfabrik von der Gölsen beim 2:0 in Seitenstetten „keinen Spaziergang“ zu absolvieren hatte, wie Erfolgscoach Dalibor Kovacevic sagt. Die Tabellenführung ist freilich kein Zufallsprodukt. „Wir haben unsere Mannschaft immer so geplant, dass wir vorne mitspielen können“, erklärt Sektionsleiter Thomas Wachter. „Nur zufällig aufzusteigen, um dann Woche für Woche Niederlagen einstecken zu müssen, macht für uns keinen Sinn.“

13 ist für Gmünd keine Unglückszahl

Ondrej Hacka und Benjamin Pollak bescherten dem SC Gmünd einen 2:0-Erfolg über die kriselnden Wilhelmsburger. Es war ein besonderer Sieg. Die Waldviertler blieben somit saisonübergreifend auch in der 13. Partie hintereinander ungeschlagen, während die Kicker aus der Porzellanmetropole im Keller feststecken. Sportchef Andreas Hold kennt das Erfolgsrezept: „Wir leben von unserem starken Kollektiv.“

Guntersdorf geht unter

Ohne Petr Gottwald und den verletzten Stammkeeper Gregor Klingenbrunner „bezahlen wir Lehrgeld“, sagt der Goalie, der sich von einer Bandscheibenoperation erholt. Die Schremser dominierten vom Start weg, brachen aber erst nach der Pause den Bann. Und dann ließ sich der Landesliga-Aufsteiger mit 0:5 abschießen. „Das war schon blamabel“, genierte sich Obmann Franz Kurzweil für ein „Auftreten, das wir rasch abstellen müssen.“ Schrems-Trainer Manfred Mayer durfte dagegen konstatieren: „Langsam rennt das Werkl wieder.“

Torspektakel als „Vorspiel“ für Alaba & Co.

Wie das Werkl beim Spitzenreiter rennt, wird sich am Freitag beim „Vorspiel“ zum Ländermatch in Montenegro weisen. Rohrbach empfängt die „Serientäter“ aus Gmünd. 12 Treffer der Kovacevic-Elf in den letzten drei Runden sprechen für ein Offensivspektakel Marke Rohrbach. Das zweite Spitzenspiel steigt im Schremser Birkenpark. Die Granitstädter präsentierten sich zuletzt in Torlaune, gehen als Favorit in die Partie gegen den Tabellennachbarn aus Kilb.

2. Landesliga West

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Rohrbach 8 6 1 1 26:12 14 19
2 Rohrendorf 8 6 1 1 11:7 4 19
3 SC Melk 8 6 0 2 22:12 10 18
4 Gmünd 8 4 4 0 15:5 10 16
5 Kilb 8 4 2 2 20:11 9 14
6 Schrems 8 4 1 3 18:8 10 13
7 Amaliendorf 8 2 3 3 15:18 -3 9
8 Eggenburg 8 3 0 5 12:16 -4 9
9 Seitenstetten 8 2 2 4 7:9 -2 8
10 Atzenbrugg/H. 8 2 1 5 12:17 -5 7
11 Wilhelmsburg 8 1 3 4 5:10 -5 6
12 Wieselburg 8 1 3 4 14:22 -8 6
13 Guntersdorf 8 1 3 4 9:25 -16 6
14 Herzogenburg 8 1 2 5 9:23 -14 5

Die nächste Runde:

Freitag, 18.30 Uhr: Rohrbach - Gmünd (Dobersberger).
Samstag, 15.30 Uhr: Rohrendorf - Amaliendorf (Kraushofer), Wilhelmsburg - SC Melk (Marik), Eggenburg - Guntersdorf (Matsch); 17 Uhr: Schrems - Kilb (Deutenhauser); 18 Uhr: Wieselburg - Herzogenburg (Klug).
Sonntag, 15.30 Uhr: Atzenbrugg/H. - Seitenstetten (Fluch).

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