Erstellt am 30. September 2015, 18:39

von Wolfgang Wallner

Rohrbach und Rohrendorf rollen das Feld auf. Aufsteiger übernimmt mit hart erkämpftem Sieg gegen Kilb Platz eins. Rohrendorf stößt Melk vom Thron und positioniert sich gleich hinter dem sensationellen Neuling aus Rohrbach.

Rohrendorf entzauberte im Spitzenspiel Tabellenführer Melk. Lachender Dritter: Aufsteiger Rohrbach.  |  NOEN, Wolfgang Wallner

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Richtungsweisendes brachte das Wochenende. Nämlich den "Elchtest" für die Melker. Den hat die Neumayer-Elf nicht bestanden, muss sich im Spitzenspiel beim FC Rohrendorf geschlagen geben. Melk rutscht damit auf Platz drei ab. Der neue Spitzenreiter heißt Rohrbach.

Rote Karte war der Knackpunkt an der Gölsen

In der Gebietsliga West war die Kovacevic-Truppe das Maß aller Dinge. Eine Etage höher sind die Rohrbacher am besten Weg, diesen Nimbus zu erobern. Ein taktisches Foul von Matthias Trattner, das der Referee mit Rot quittierte, brachte Kilb auf die Verliererstraße. Rohrbach nützte die numerische Überlegenheit zum 3:2 nützte. Das besorgte wieder Aleksandar Stanojcic, der bis auf zwei Partien immer getroffen hat.

Watsch'n wirft Charakterfrage auf

Au! Diese Watsch'n hat gesessen. Amaliendorf holte sich in Schrems eine Fußball-Lektion der bitteren Sorte ab, bissen in der Granitstadt auf eben solchen. 5:0 für Schrems. Und Katzenjammer bei den enttäuschenden Gästen. Sektionsleiter Christian Scherzer hinterfragt den Charakter der Amaliendorfer Truppe: "Unter der Woche groß reden und dem dann nichts folgen lassen, ist charakterlich nicht in Ordnung“

Pflichtsieg gegen das Herzflimmern

"Nicht auszudenken, wenn wir nicht gewonnen hätten!" Eggenburgs Trainer Gerhard Hirsch musste trotz eines 4:1-Sieges lange schwitzen. Klar, denn Kontrahent Herzogenburg lag bis zur 77. Minute noch in Front. Ehe Eggenburg aufdrehte und sich die katastrophale Form der Blau-Weißen in der Defensive mal wieder bestätigte.

Guntersdorfs Joker sticht

Aufatmen, die Zweite: Aufsteiger Guntersdorf feiert in Atzenbrugg einen immens wichtigen Sieg (2:0) für den Klassenerhalt. Dabei setzte man auf einen Joker der besonderen Art. Senad Ramic (37) wurde nach 18 Monaten Fußballpause reaktiviert. Und der einstige Regionalligakicker leitete gleich den entscheidenden zweiten Treffer ein.

Schrems hat Lunte gerochen

Nun empfängt Guntersdorf die zuletzt glänzend aufspielenden Schremser. Beim ASV will man von einer g'mahten Wies'n nichts wissen. Aber: "Wer vorne mitspielen möchte, für den ist ein Sieg Pflicht", weiß Trainer Manfred Mayer. Ein brisantes Derby steht in Melk am Programm. Wieselburg sieht sich in der Außenseiterrolle. "Vielleicht hilft das, die Verunsicherung aus den Köpfen zu bringen", hofft Obmann Robert Gnant auf einen unbeschwerten Auftritt.

2. Landesliga West

  Mannschaft Sp. S U N Tore +/- Pkt.
1 Rohrbach 7 5 1 1 24:12 12 16
2 Rohrendorf 7 5 1 1 10:7 3 16
3 SC Melk 7 5 0 2 17:11 6 15
4 Gmünd 7 3 4 0 13:5 8 13
5 Kilb 7 3 2 2 18:11 7 11
6 Schrems 7 3 1 3 13:8 5 10
7 Eggenburg 7 3 0 4 12:14 -2 9
8 Seitenstetten 7 2 2 3 7:7 0 8
9 Atzenbrugg/H. 7 2 1 4 12:15 -3 7
10 Wilhelmsburg 7 1 3 3 5:8 -3 6
11 Wieselburg 7 1 3 3 13:17 -4 6
12 Amaliendorf 7 1 3 3 13:18 -5 6
13 Guntersdorf 7 1 3 3 9:20 -11 6
14 Herzogenburg 7 1 2 4 9:22 -13 5

Die nächste Runde:

Freitag, 19.30 Uhr: Gmünd - Wilhelmsburg (Orsolic; Kurnaz, Krzalic), Kilb - Atzenbrugg/H. (Zidar; Usrael, Karmann); 20 Uhr: Seitenstetten - Rohrbach (Zeinzinger; Sevcik, Jelinek).
Samstag, 15.30 Uhr: Amaliendorf - Eggenburg (Pehlivan; M. Özmen, M. Bozkurt), Guntersdorf - Schrems (Holub; Hamzabegovic, Luco), Herzogenburg - Rohrendorf (E. Cindi; A. Öztürk, Toran), SC Melk - Wieselburg (T. Fuchs; Scheibenpflug, Steigberger).

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