Gänserndorf

Erstellt am 10. August 2016, 02:55

von Peter Sonnenberg

„Wollen oben mitspielen“. Die Deutsch-Wagramer Herren um Headcoach Hannes Quirgst wollen nach der erfolgreichen abgelaufenen Spielzeit auch in der Landesliga „neu“ für Furore sorgen.

Motiviert. UDW-Headcoach Hannes Quirgst.  |  Johann Newetschny

Letzte Woche stellte der NÖ-Basketballverband die Weichen für die Zukunft der Landesliga – mit neuen Teams und neuem Modus. Im Kreis der acht besten Teams des Landes befindet sich auch die Union Deutsch-Wa-gram „Alligators“, die laut ihrem Trainer Hannes Quirgst ein Wörtchen um den Meistertitel mitreden will.

NÖN: Letztes Jahr wurden die 1. Klasse und die Landesliga aufgrund des Vereinsmangels zusammengefasst, jetzt wieder getrennt – eine richtige Entscheidung?
Hannes Quirgst: Auf jeden Fall. Weil wir gesehen haben, dass die Leistungsunterschiede zwischen den meisten 1. Klasse-Vereinen und den Landesliga-Teams eklatant waren. Jetzt spielen wir wieder mit sieben anderen Mannschaften (Anm.: Trais kirchen I+II, Gmünd, St. Pölten, Korneuburg, Wiener Neustadt und die Sixers Klosterneuburg) eine reine NÖ Landesliga mit einem Grunddurchgang und anschließenden Play-offs. Das sind auch genug Spiele.

Ein neuer Modus, aber Deutsch-Wagram bleibt kadertechnisch beim Alten?
Genau. Wir haben in der letzten Saison mit unserer jungen Truppe als Vierter überrascht, also da gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Wir ziehen eventuell ein paar weitere Nachwuchsspieler hoch, aber das war es auch schon. Einzig Lukas Geyrhofer wird neben der Landesliga noch bei den Mistelbach Mustangs in der 2. Bundesliga versuchen Fuß zu fassen. Das darf er mit einer Ausnahmegenehmigung, und diese Chance wollten wir ihm natürlich nicht verbauen. Das ist ja auch ein Kompliment für unsere tolle Jugendarbeit.

Welche Ziele gibt es für die neue Spielzeit?
Wir wollen oben mitspielen, keine Frage. Die Liga dürfte zudem so ausgeglichen wie nie sein. Bei Meister Traiskirchen muss man abwarten, wer wirklich im Kader steht. Und die Wiener Neustädter müssen ohne „Big Man“ Eric Schranz (Anm.: er wechselte in die Bundesliga zu Klosterneuburg) auskommen, in den letzten Jahren mit Abstand der beste bzw. gefährlichste Spieler.

Deshalb geht die Vorbereitung auch so früh wie noch nie los?
Wir fingen mit Anfang August an, legen dabei auch viel Wert auf Athletik und Dynamik. Zwar wird die Meisterschaft erst Ende September gestartet, aber wir wollen uns so professionell wie möglich vorbe reiten.

Ihr habt ein junges Team, eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit – ist die 2. Bundesliga in Zukunft ein Thema?
Nichts ist unmöglich (lacht). Im Ernst: Zunächst brauchen wir die sportliche Berechtigung, das wird schon schwer genug. Und dann müssen auch die Rahmenbedingungen passen, vor allem in finanzieller Hinsicht. Also das dauert noch.