Erstellt am 15. September 2015, 08:36

von Peter Sonnenberg

Ganselmayer mit EM-Ticket. Mit letztem Wurf löste der Lasseer Patrick Ganselmayer Ticket für die Heim-EM in Oberwart.

Aufrüsten. Patrick Ganselmayer ist einer der drei Judoka, die ab der Saison 2015/16 für den JC Wimpassing in der ersten Bundesliga kämpfen werden.  |  NOEN, JCW

Von Freitag bis Sonntag findet in Oberwart (Burgenland) die Judo-Europameisterschaft der Altersklasse Unter-21 statt, wo sich die besten europäischen Nachwuchsjudokas messen. Auch Patrick Ganselmayer vom Union Budo Club Marchfeld aus Lassee ist dabei, konnte sich sein Ticket in allerletzer Minute sichern.

„Ich bin einfach nur überglücklich, das war mein klares Saisonziel“, sprudelte es aus dem 18-Jährigen heraus. „Der Weg dorthin war unglaublich hart.“ Wie wahr: Nach einem guten Saisonstart mit dem österreichischen Vizemeistertitel in der U21 und der Aufnahme in das Heeressportzentrum verlor er ein wenig den Faden. Selbst ein fünfter Platz beim Europacup in Rumänien sollte laut dem heimischen Judoverband nicht reichen, um sich direkt für die EM zu qualifizieren.

So musste er vergangene Woche einen ÖJV-internen Qualifikationskampf auf der Linzer Gugl in seiner Gewichtsklasse bis 81kg bestreiten. Und zwar gegen seinen Salzburger Nationalteamkollegen Steffen Wagner. Dieser Kampf fand mit dem Modus „Best of three“ statt, das heißt bei zwei gewonnenen Kämpfen ist es aus. Angespannt aber gut vorbereitet stieg er auf die Matte. „Es war unglaublich nervenaufreibend und sehr spannend zugleich“, fieberte auch Mutter und UBC-Obfrau Michaela Ganselmayer mit.

Die nächsten Ziele? Abu Dhabi und Bratislava

Ganselmayer konnte den ersten Kampf für sich entscheiden, sodass er mit etwas Erleichterung in die zweite Runde ging. Und auch hier gelang es, zu punkten. Der Jubel danach grenzenlos, als feststand, dass er als letzter rot-weiß-roter Athlet das EM-Ticket löste. Jetzt will sich der Marchfelder mit einer dementsprechenden Platzierung für die U21-WM in Abu Dhabi und die U23-EM in Bratislava qualifizieren. „Dann stünde auch einer Weiterverpflichtung beim Bundesheer als Heeressportler nichts mehr im Wege“, so Ganselmayer selbstbewußt.