Erstellt am 20. Januar 2016, 05:03

von Peter Sonnenberg

„Goldiges“ Juniorenende. Nadja Granitz (17) aus Groß-Enzersdorf holte mit dem U18-Nationalteam der Frauen Gold in Kärnten und spielt in Zukunft im Erwachsenenbereich – wo sie auch zur WM will.

So sehen Siegerinnen aus. Die U18-Dameneishockey-Nationalmannschaft mit der Groß-Enzersdorferin Nadja Granitz (hinten li.).  |  NOEN, Nicolas Zangerle

„Das war beste Werbung für das Dameneishockey in Österreich“, strahlte die 17-jährige Groß-Enzersdorferin Nadja Granitz. Sie gewann mit dem österreichischen U18-Nationalteam der Frauen die Goldmedaille
bei der WM Division I Qualification in Kärnten, das Team steigt im kommenden Jahr in die Division I auf. Allerdings ohne Granitz, die altersbedingt (Anm.: Sie wird im Juli 18) nicht mehr spielen darf.

Für die am rechten Flügel stürmende Marchfelderin war es der krönende Abschluss ihrer Juniorenkarriere. „Klar, wir waren die Favoriten. Aber diesem Druck bei einer Heim-WM standzuhalten, ist nicht ganz so einfach“, berichtete Sie. In der Vorrunde gab es keine Probleme gegen Rumänien, China und Kasachstan – einzig im Finale konnten die Italienerinnen Granitz und Co. fordern: „Aber nur ein Drittel lang.“ Dann setzte sich die größere Klasse des österreichischen Nachwuchses durch.

Und auch wenn der Groß-Enzersdorferin bei der WM ein Treffer versagt blieb, war sie mit ihrer Leistung zufrieden: „Das hat schon gepasst. Vor allem freut es mich, dass wir mit so vielen jungen Spielerinnen angetreten sind. Ich bin da ja schon eine der Ältesten.“ Am meisten Eindruck machte aber das rundherum in Spittal und Radenthein. „Die Begeisterung war ein Wahnsinn. Die Hallen waren immer gut gefüllt.“ Und es war der Lohn der harten Arbeit, denn im letzten Jahr trafen sich die rot-weiß-roten Mädels immer wieder zu Trainingslehrgängen und Vorbereitungscamps.

Wie geht es jetzt für Granitz weiter? In ihrem Stammverein, den EHV Sabres aus Wien, wo mit der Ortherin Katharina Hybler auch eine zweite Spielerin aus dem Bezirk Gänserndorf aktiv ist, ist sie im Erwachsenenbereich ohnehin gesetzt. Und auch im A-Nationalteam durfte Sie über die Feiertage erstmals reinschnuppern. „Das war eine Ehre und Privileg. Auch wenn es noch weit weg ist, aber vielleicht schaffe ich ja jetzt auch den Sprung in den WM-Kader“, hofft der Youngster. Ende März will Österreich in Dänemark ja erstmals den Aufstieg in die Weltgruppe schaffen – vielleicht mit Nadja Granitz.