Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Im Kreis gelaufen. Rainer Predl (26) sorgte in einem Gänserndorfer Kreisverkehr für Aufsehen und stellte sich in den Dienst der guten Sache. "Es war eine typische Aktion von mir", grinste Extremläufer Rainer Predl am Sonntagnachmittag

Verrückt und erfolgreich. Der Lasseer Rainer Predl.  |  NOEN, privat
"Es war eine typische Aktion von mir", grinste Extremläufer Rainer Predl am Sonntagnachmittag nach seinem Zehn-Kilometer-Lauf zugunsten der Aktion „Wagram hilft“ im Kreisverkehr beim Bezirksgericht in Gänserndorf. Die Verkehrsinsel ist ja im Stile einer Tartanbahn gehalten und Predl absolvierte dort oben die Distanz von 10.000 Metern in 54 Minuten. Der Bereich war während des Laufs natürlich für den Straßenverkehr gesperrt.

"Kein Drehwurm dafür Blasen"

Einen Drehwurm bekam der 26-Jährige zwar nicht, dafür aber ordentliche Blasen: „Da es schräg war, bin ich in den Laufschuhen immer hin- und hergerutscht, das gab schmerzhafte Blasen. Aber was macht man nicht alles für den guten Zweck.“ Viele Besucher kamen vorbei, um Predl anzufeuern und/oder zu spenden.

Reingewinn für Flüchtlingsfamilien

Dazu trugen einige Sponsoren und auch der Lasseer selbst ihren Teil zum Gelingen dieser Charity-Aktion bei. Der Reingewinn geht jetzt an die Initiative „Wagram hilft“ für Flüchtlingsfamilien. Ein afghanischer und ein syrischer Flüchtling kamen auch mit und feuerten Predl lautstark an.

Wie kam er überhaupt auf diese nicht alltägliche Idee? „Ich arbeite ja im Mega-Fit in Gänserndorf, bin immer daran vorbeigefahren und bekam einfach Lust, darauf zu laufen“, erklärt Predl schmunzelnd. Er tat sich mit einem Freund zusammen, und mithilfe der Stadtgemeinde Gänserndorf wurde das Projekt jetzt realisiert.

Zwei weitere Highlights warten noch

Und Stichwort Projekte: Zwei weitere Highlights warten im nächsten halben Jahr auf den Marchfelder. Von 7. bis 9. Juli wird er im oberösterreichischen Asten versuchen, den österreichischen Rekord im 48-Stunden-Lauf zu knacken. Dieser liegt aktuell bei sagenhaften 346,33 (!) Kilometern. Schließlich wird der Ultraläufer Ende September, genauer am 24.9., beim Dschungel-Marathon in und um Hanoi (Vietnam) starten: „Da geht es auch in den dichtesten südostasiatischen Dschungel, hoffentlich steige ich auf keine Schlange (lacht).“