Erstellt am 29. Juni 2016, 04:00

von David Aichinger

Markus Lukacs: „Früher oder später wird Hawaii klappen“. Der Gänserndorfer Markus Lukacs (30) finishte stark auf Rang 49. Sein „Traum-Startplatz“ ging sich aber nicht aus.

Strapazen weggestrahlt. Markus Lukacs (r.) musste ordentlich kämpfen, um den Klagenfurt-Ironman in 9:06:37 Stunden zu bezwingen. Nach dem Bewerb strahlte er mit seiner Freundin aber schon wieder um die Wette.  |  David Aichinger

Hawaii, das Mekka aller Triathleten – für Markus Lukacs bleibt es für den Moment weiterhin ein Traumziel, obwohl der Gänserndorfer am Sonntag in Klagenfurt einen richtig starken Auftritt ins Wasser und auf die Straße knallte. 9:06:37 Stunden brauchte er für die Ironman-Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,2 km Laufen).

Das reichte zum richtig starken 49. Gesamtrang unter mehr als 3.000 Startern, allerdings „nur“ zu Platz sieben in der Altersklasse des 30-Jährigen. Genau da haperte es in puncto Hawaii. „Es gab nur drei Slots in meiner Altersklasse, und die wurden alle von Athleten gewonnen, die mit diesen Zeiten gut und gerne als Profis durchgehen würden“, erzählt Lukacs, der sich gegenüber dem letzten Klagenfurt-Antritt vor zwei Jahren um fast 20 Minuten steigerte und damit klar einen Schritt in die richtige Richtung setzte.

Marathon zwang Lukacs beinahe zum Aufgeben

Wie er seine Leistung im Detail analysiert? „Das Schwimmen war solide (58:40 Minuten, Anm.).“ Nach dem Rausklettern aus dem 22° Celsius warmen Wörthersee ging es gegen acht Uhr morgens auf die Radstrecke, die sich nicht nur auf zwei Runden, sondern auch in zwei verschiedene Phasen des Erlebens teilte. Nach den ersten 90 Kilometern, in denen sich Lukacs bewusst zurückzuhalten versuchte, war er fünftbester Amateur – eine sehr positive Überraschung.

Auf der zweiten Runde begann dann aber plötzlich der Hüftbeuger zu schmerzen: „Da musste ich das Tempo etwas drosseln. Es lag ja noch ein ganzer Marathon vor mir.“ 4:45 Stunden für die Radstrecke entsprachen aber immer noch einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38 km/h. Der abschließende Marathon wurde für den Gänserndorfer zum Kampf, nach den harten ersten Kilometern wurde es aber immer besser. A

m Ende waren es 3:17 Stunden, die noch zur Gesamtzeit kamen und Lukacs durchaus zufrieden auf die Heimreise schickten: „Ich bin stolz, dass ich beim Marathon nicht aufgegeben habe, obwohl die ersten Kilometer schon sehr grenzwertig waren. Außerdem kann ich als positives Fazit mitnehmen, dass ich endlich einmal einen Wettkampf ohne Krämpfe beenden konnte.“ Und Hawaii? „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, sich zu qualifizieren, aber ich werde dran bleiben. Früher oder später wird es sicherlich einmal klappen.“