Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:03

von Harald Hochmeister

„Kein Scherbenhaufen“. Niederabsdorfs Ex-Spielertrainer Markus Kapeller über die Gründe für sein abruptes Ende bei der Überraschungsmannschaft der abgelaufenen Herbstsaison.

Neue Aufgabe. Markus Kapeller verlässt Niederabsdorf und heuert im Burgenland an.  |  NOEN, Babitsch

NÖN: Nach einem sehr erfolgreichen Jahr verlassen Sie den SV Niederabsdorf wieder? Obmann Josef Rosatzin meinte ins Burgenland. Wo geht es genau hin und was waren die Gründe?

Markus Kapeller: Mein neuer Verein heißt Welgersdorf und spielt in der 2. Klasse Süd A im Burgenland. Er ist sehr gut strukturiert, hat 2017 ein Jubiläum. Ich werde mir den Kader jetzt ein halbes Jahr anschauen und in der nächsten Saison möchte der Verein Richtung Meistertitel angreifen. Dieser Herausforderung wollte ich mich stellen, das wäre in Niederabsdorf nicht möglich gewesen. Obwohl wir heuer sicherlich mehr Punkte hätten machen und weiter vorne landen hätten können. Der Kader hätte genug Qualität für die Top-drei gehabt. Einige Spiele gingen aber knapp verloren, diese Punkte sind uns abgegangen. Nur das war mir am Ende zu wenig.

Durch Ihre Kontakte sind einige Spieler nach Niederabsdorf gekommen. Werden durch Ihren Abgang weitere Spieler die Mannschaft verlassen?

Kapeller: Es werden zumindest bis Sommer alle Spieler bleiben. Das war mir auch wichtig. Ich habe eine gut funktionierende Mannschaft aufgebaut in der Kameradschaft und Gemeinschaft ganz groß geschrieben wird. Ich wollte in Niederabsdorf jetzt keinen Scherbenhaufen hinterlassen und habe das mit den Spielern so besprochen. Schon Toni Polster hat zu mir gesagt, dass Einstellung keine Sache der Liga ist und das habe ich versucht zu leben.

Bei der Ernennung von Roman Gruber zum Spielertrainer hatten Sie auch Ihre Finger im Spiel. Trauen Sie ihm den Trainerposten zu?

Kapeller: Mein Vorschlag war ja, dass jemand übernimmt, der die Mannschaft gut kennt. Da ist Roman am besten in Frage gekommen. Ich wünsche ihm dafür alles Gute. Denn ein Außenstehender hätte meiner Meinung nach zum momentanen Zeitpunkt keinen Sinn gemacht.

Ist trotzdem eine Rückkehr nach Niederabsdorf noch einmal möglich?

Kapeller: Sag niemals nie (lacht). Ich möchte mit Welgersdorf etwas erreichen, was die Zukunft bringt, wird man sehen. Und im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf meine neue Aufgabe, darauf freue ich mich schon.